Partnerschafts-, Trennungs- und Scheidungsberatung

Mütter und Väter haben im Rahmen der Jugendhilfe nach der Bestimmung in §17 Sozialgesetztbuch Achtes Buch (SGB VIII) im Fall der Trennung oder Scheidung einen Anspruch auf Beratung, wenn sie für ein Kind oder einen Jugendlichen zu sorgen haben oder tatsächlich sorgen. Diese Beratung erfolgt mit dem Ziel, die Elterliche Sorge auch während und nach der Trennung zum Wohl des Kindes wahrzunehmen.

Im Vordergrund der Trennungs- und Scheidungsberatung steht die Vermittlung von Informationen über rechtliche Möglichkeiten der Partner zur Gestaltung ihrer verantwortlichen Elternschaft. Bei der Entwicklung eines einvernehmlichen Konzeptes für die Wahrnehmung der elterlichen Sorge ist das betroffene Kind oder der Jugendliche angemessen zu beteiligen. Die Beratung soll helfen, Konflikte in der Familie zu bewältigen. Im Mittelpunkt steht das Wohl des Kindes.


Umgangskontakte

Generell hat das Kind ein Recht auf den Umgang mit seinen Eltern (§1684,1 BGB). Leibliche Eltern haben immer dann das Recht auf Umgang, wenn die Kontakte das Kindeswohl nicht gefährden. Andere Personen (Großeltern, Geschwister, Stiefeltern, ehemalige Pflegeeltern) haben dann ein Recht auf Umgang, wenn es dem Wohl des Kindes dient.

Besuchskontakte sind, so der Gesetzgeber, in erster Linie eine Pflicht, aus diesem Grunde haben alle Beteiligten sich an bestimmte Regeln zu halten. Diese können gemeinsam verabredet sein, am besten schriftlich fixiert, unter Vermittlung des Jugendamtes zustande kommen oder falls keine einvernehmliche Lösung gefunden wird, durch einen familienrechtlichen Gerichtsbeschluss festgelegt worden sein.

 

Fachinformationen

Gebührenrahmen:

Die Trennungs- und Scheidungsberatung des Allgemeiner Sozialdienst (ASD) und der Familien-, Ehe-, Kinder- und Jugendberatung ist gebührenfrei.

Benötigte Unterlagen:

Individuell

Besonderheiten:

Termine für persönliche Beratungsgespräche werden individuell vereinbart. und können auch im persönlichen Umfeld des Hilfesuchenden stattfinden. Wegen der Vielzahl der Außendiensttermine empfiehlt sich eine vorherige telefonische Terminabsprache mit der zuständigen Fachkraft. Die Zuständigkeit richtet sich nach dem tatsächlichen Aufenthalt des Kindes.

Die Dienstleistungen können von allen Bürgerinnen und Bürgern ohne jede Zugangsbeschränkung in Anspruch genommen werden.

Der Allgemeine Sozialdienst betreut die Bürgerinnen und Bürger von zwölf Städten und Gemeinden in Lippe:

Regionalbüro Oerlinghausen (Standort Oerlinghausen, Rathausplatz 5) für Augustdorf, Leopoldshöhe, Oerlinghausen, Schlangen. Ansprechpartner Reg I Oerlinghausen [PDF: 88 KB]
Regionalbüro Blomberg (Standort Blomberg, Bahnhofstr. 35) für Blomberg, Horn-Bad Meinberg, Lügde, Schieder- Schwalenberg. Ansprechpartner Reg II Blomberg [PDF: 86 KB]
Regionalbüro Dörentrup (Standort Dörentrup, Poststr. 11) für Barntrup, Dörentrup, Extertal, Kalletal. Ansprechpartner Reg III Dörentrup [PDF: 72 KB]

Die Städte Detmold, Lage, Lemgo und Bad Salzuflen werden durch die dortigen Stadtjugendämter versorgt.



Rechtliche Grundlage:

SGB VIII (KJHG), BGB