Regionale Schulpsychologische Beratung Lippe (RSB-L)

Die Regionale Schulpsychologische Beratung Lippe (RSB L) ist zuständig für die Städte und Gemeinden.
Ein Team von psychologischen Fachkräften steht den Ratsuchenden bei schulbezogenen Fragestellungen zur Verfügung.

Hier kommen Sie zum Flyer: Schulpsychologie Information, Beratung und Unterstützung 

 

Aufgaben der Schulpsychologie:

Schulpsychologie unterstützt Schülerinnen und Schüler beispielsweise bei folgenden Fragen:
- Wie kann ich mich besser motivieren?
- Wie kann ich Lernstoff besser strukturieren und behalten?
- Wie kann ich mit meinen Mitschülern besser klar kommen?
- Wie werde ich mutiger und gelassener in Stresssituationen wie z.B. Klassenarbeiten?
- Was kann ich tun, wenn ich in der Schule ausgegrenzt oder schikaniert werde?
- Welche Schullaufbahn ist für mich richtig?

Schulpsychologie unterstützt Eltern beispielsweise bei folgenden Fragen:
  Mein Kind...
- hat Schwierigkeiten beim Erlernen des Lesens, des Schreibens oder des Rechnens.
- lernt nicht genug, hat keine Lust auf Schule, hat schlechte Schulleistungen.
- kann sich nicht konzentrieren.
- hat Angst vor Klassenarbeiten oder Angst in die Schule zu gehen.
- fühlt sich in der Schule ausgegrenzt oder schikaniert.
- benötigt besondere Förderung, damit es sich in der Schule nicht langweilt.
- Welche Schullaufbahn ist richtig für mein Kind?
- Ich komme mit dem Lehrer meines Kindes nicht klar.

Schulpsychologie unterstützt Lehrerinnen und Lehrer
Schulpsychologie unterstützt Lehrerinnen und Lehrer Fall- oder anlassbezogen durch schulpsychologische Beratung zur Diagnostik, Intervention und Prävention:

- Schulleitungsmitglieder
   z.B. in der Ausübung ihrer Leitungsfunktion durch Supervision und Coaching.

- Lehrerinnen und Lehrer
  z.B. bei der Wahrnehmung ihrer diagnostischen und pädagogischen Aufgaben durch Lehrerfortbildung und Supervision.

- Beratungslehrerinnen und Beratungslehrer
  z.B. durch Fortbildung bei der Entwicklung professioneller Beratungskompetenz und in der Ausübung ihrer Tätigkeit durch Supervision und Coaching. z.B. durch Fortbildung bei der Entwicklung professioneller Beratungskompetenz
  und in der Ausübung ihrer Tätigkeit durch Supervision und Coaching.
- andere schulinterne Berater
  z.B. Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter durch Supervision und Coaching.

Schulpsychologie unterstützt Schulen beispielsweise bei:
- bei der Weiterentwicklung ihres Beratungskonzepts
- bei Fragen der Organisations- und Schulprofilentwicklung.
- bei der (Weiter-)Entwicklung und Evaluation effizienter Unterrichts- und Förderkonzepte.
- durch schulklassenbezogene Beratungsangebote.
- im Zusammenhang mit Notfällen, der Bewältigung und Prävention von Krisen.
- bei der Kooperation mit anderen Unterstützungssystemen, z.B. Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe 
  insbesondere bei der Umsetzung des Kinderschutzes in der Schule.

 

Grundsätze schulpsychologischer Arbeit

Schulpsychologie begleitet und unterstützt die am Schulleben Beteiligten bei der Bewältigung schwieriger Situationen und bei der Schulentwicklung und fördert die vertrauensvolle und konstruktive Kooperation. Dafür sind folgende Prinzipien Voraussetzung:

Freier Zugang
Beratung in Anspruch zu nehmen fällt manchmal schwer. Die Schwelle zur Beratung sollte daher möglichst niedrig sein. Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte, Schulleitung und Schulaufsicht haben grundsätzlich einen freien und direkten Zugang zur schulpsychologischen Beratung.

Freiwilligkeit
Menschen können sich nur selbst ändern. Schulpsychologische Beratung ist für die Ratsuchenden grundsätzlich freiwillig.

Kostenfreiheit
Schulpsychologische Diagnostik und Beratung ist für die Ratsuchenden grundsätzlich kostenfrei.

Unabhängigkeit und Neutralität
Schulpsychologinnen und Schulpsychologen orientieren ihre Beratung und ihr fachliches Handeln an den Anliegen der Ratsuchenden. Sie nehmen im Schulsystem und in der Beratungsarbeit eine allparteiliche Position ein um Rollenkonflikte zu vermeiden. Ihre fachlichen Stellungnahmen sind (unter Beachtung bestehender Gesetze und Verordnungen) unabhängig. Sie sind tätig auf der Grundlage der berufsethischen Grundsätze und Qualitätsansprüche.

Schweigepflicht
Wer Rat sucht, muss sich darauf verlassen können, dass seine Informationen geschützt sind. Für die schulpsychologische Diagnostik und Beratung besteht eine Schweigepflicht (§ 203 StGB).

 

Rechtliche Grundlagen der Schulpsychologie in Nordrhein-Westfalen


Der Erlass zu Aufgaben, Laufbahn, Einstellungsvoraussetzungen und Eingruppierung von Schulpsychologinnen und Schulpsychologen bildet seit Beginn des Jahres 2007 die Rechtsgrundlage schulpsychologischer Arbeit. Gegenüber dem Erlass aus dem Jahr 1984 wurde das Tätigkeitsprofil der Schulpsychologie deutlich erweitert.

Schulpsychologie ist in NRW eine gemeinsame Aufgabe des Landes und der der Kommunen. Die Kooperation zwischen Kreisen/kreisfreien Städten und dem Land NRW wird über individuelle Rahmenvereinbarungen festgelegt und über ein gemeinsames regionales Einsatzmanagement fortlaufend konkretisiert und abgestimmt. Grundlage der Rahmenvereinbarung bildet eine Mustervereinbarung.

Beratung in der Schule ist Aufgabe aller Lehrerinnen und Lehrer. Schulpsychologie unterstützt Schule bei der Professionalisierung von Beratung.

Krisenintervention und -prävention ist nach den Ereignissen von Erfurt, Emsdetten und Winnenden ein wichtiges Handlungsfeld von Schule und Schulpsychologie geworden. Das Land Nordrhein-Westfalen hat gemeinsam mit dem Städtetag, dem Landkreistag, dem Städte- und Gemeindebund und der Unfallkasse NRW Empfehlungen zur schulpsychologischen Krisenintervention in Schulen entwickelt.


Weitere Informationen

www.schulpsychologie-lippe.de