Messe "Erneuerbare Energien"
Energie wird der Wirtschaftsfaktor der Zukunft.
Energieeinsparung und -effizienz sind hierzu die
wichtigsten Voraussetzungen. Eine vollständige
Reduzierung des Stromverbrauches wird dennoch
unmöglich sein. Aber muss dieser "Reststromverbrauch"
unbedingt aus fossilen Energieträgern erzeugt
werden?
Die Suche nach Alternativen um die z.Zt. genutzen
Rohstoffe und Verfahren zu ersetzen, läuft seit
Jahrzehnten. Auf Grund der preisgünstigen
Verfügbarkeit fossiler Brennstoffe waren viele
alternative Verfahren lange Zeit nicht konkurenzfähig
und somit einen ökologisch orientierten Personenkreis
vorbehalten. Ein Blick auf die Öl- und Gaspreise zeigt
aber, dass sich hier ein Wandel ergeben hat. Die Kosten
für Heizung, Strom und Treibstoff stiegen in den
letzten Jahren kontinuierlich an. Erneuerbare Energie sind
marktfähig und stellen jetzt eine Konkurenz zu den
herkömmlichen Verfahren dar. Dies spielgelt sich in
der enormen Wachstumsrate in diesem Bereich
dar - Klimaschutz wirkt hier als Jobmotor.
Konzept der Messe
Den Besucher erwarten Aussteller, welche die gesamte
Bandbreite der Nutzung erneuerbarer Energien abbilden. Hier
stehen aber nicht nur die Verfahren erneuerbarer
Energienutzung im Vordergrund, sondern auch
Energieeinsparung und Energieeffizienz. Das
Ausstellerspektrum ist immer sehr vielfälltig. Von
Holzfeuerungstechnik, über Erdwärme bis hin zur
Solar- und Dämmtechnik sollen die Besucher über
die neusten Trends und Finanzierungsmöglichkeiten
informiert werden. Was aber unterscheidet diese Messe von
anderen Veranstaltungen, die eine ähnliche
Zielrichtung verfolgen? Hier wird vorwiegend auf regionale
Aussteller und Beteiligte gesetzt. Dazu geben die
Berufskollegs und Fachhochschulen einen interessanten
Einblick in Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, da
mit einem veränderten Energiebewusstsein auch viele
neue Ausbildungsberufe entstanden sind und sich
Berufsfelder entschieden geändert haben. Schon
früh wurden auf der Messe zukunftsweisende
Technologien vorgestellt. So konnte zum Auftakt der Messe
2007 ein mit Brennstoffzellen betriebenes Automodell
dargestellt werden und schon 2009 war ein Schwerpunkt das
Thema Elektromobilität.
Veranstaltungsort
Seit ihrem Auftakt 2007 wird die Messe in der
Lipperlandhalle Lemgo durchgeführt.
Weiter Infos über den Veranstaltungsort, sowie
eine Anfahrtbeschreibung finden sie unter http://www.lippe.de/llh/index.htm
Historie
Die Veranstaltung läßt sich auf die
Initiative der Stadt Oederan zurückführen. Diese
hat 1996 den Tag der erneuerbaren Energien ins Leben gerufen.
10 Jahre noch Tschernobyl sollte erneut auf die Risken der
Atomenergie aufmerksam gemacht werden, damit diese nicht in
Vergessenheit geraten. Durch den Tag der erneuerbaren
Energien soll aufgezeigt werden, dass es Alternativen gibt.
Das Datum orientiert sich am Reaktorunglück (26. April
1986) und findet daher traditionell an einen Samstag Ende
April statt.
Der Kreis Lippe hat sich dieser Aktion am 29. April
2006 mit einen Tag der offenen Tür angeschlossen.
Über 40 lippische Bürger meldeten sich um
interessierten Besuchern Anlagen aus den Bereichen
Solarthermie, Photovoltaik und Holzfeuerung
vorzustellen. Zusätzlich boten beteiligte Akteure noch
die Möglichkeit sich über Techniken wie Windkraft
und Biogas zu informieren. Durch Veranstaltungen wie
Bohrtag oder Fahrradtour Eule wurde die Aktion
abgerundet.
Seit 2007 wird die Aktion im Rahmen einer
Messe durchgeführt.
Wissenswertes zum Thema....
Elektromobilität
Arbeit, Familie oder Freizeit: Mobilität ist in
jeden Lebensbereich notwendig und wird teilweise auch
gefordert. Die Konsequenz: Mehr als 2 Milliarden Fahrzeugen
rollen weltweit auf den Straßen und stellen dadurch
ein Klimaproblem dar. Nun muss auch der Verkehrssektor
seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Bundesregierung
setzt daher auf e-mobility - Bewegung mit Strom aus der
Steckdose. Am besten mit Strom aus erneuerbaren
Energiequellen. Die ersten Modelle sollen noch in diesem
Jahr in Deutschland an den Markt gehen. Tesla startet mit
einen Elektrofahrzeug im März, Toyota folgt im Sommer
mit einen Voll-Hybrid, BMW bietet im Herbst einen
Mild-Hybrid an. Was aber verbirgt sich hinter diesen
Bezeichnungen:
Hybridtechnologie
Hybridantriebe sind eine Kombination verschiedener
Antriebsprinzipien oder verschiedener Energiequellen. Das
kann im PKW-Bereich die Verwendung verschiedener Brennstoffe
(Benzin, Erdgas etc.), die Kombination von
Brennstoffzellenantrieb und Elektroantrieb oder die
Kombination eines Verbrennungsmotors mit einen Elektroantrieb
sein. Die z.Zt. gängisten Modelle im
Elektromobilitätsbereich stellt die Kombination
Verbrennungsmotor/ Elektroantrieb dar. Die Motoren
unterscheiden sich im allgemeinden durch den Anteil der
Leistung des Elektromotors im Vergleich zur Leistung des
konventionellen Antriebsmotors. Der Verbrauch der Fahrzeuge
hängt sehr stark von den spezifischen Einsatzbedingugen
ab: So kann im Schiebebetrieb Energie zur Ladung der
Batterien zurückgewonnen werden, z.B. im Stadtverkehr
und bei Überlandfahrten mit einem hohen Anteil an
Beschleunigungen und Verzögerungen sowie bei stockendem
Verkehr. Der Elektromotor kann in diesen Fällen - je
nach Hybridvariante - zusätzlich oder allein als
Antriebsquelle genutzt werden. Bei gleichmäßiger
schneller Fahrt wie auf der Autobahn oder auch an
längeren Steigungen erfolgt der Antrieb jedoch im
Wesentlichen nur durch den konventionellen Motor.
Mikrohybrid
Der Mikrohybrid verfügt über ein
Auto-Start-Stop-Funktion. Das bedeutet: Der Motor wird
abgeschaltet wenn der Wagen im Leerlauf ist. Das Anfahren
erfolgt mit Strom. Gleichzeitig wird der Verbrennungsmotor
wieder gestartet, so das im Normalbetrieb das Fahrzeug
über den Verbrennungsmotor angetrieben wird. Der
Mikrohybrid kann die kleine Starter-Batterie durch
Bremsenergierückgewinnung wieder aufladen und bildet
somit die erste Stufe der Hybridisierung.
Mildhybrid
Bei einen Mildhybrid oder milden Hybrid handelt es sich
um ein Fahrzeug, bei dem der Elektomotor den
Verbrennungsmotor bei Bedarf unterstützt. Beim
Beschleunigen arbeiten Verbrennungs- und Elektromotor
gemeinsam. Bei gleicher Beschleunigung kann also ein
kleinerer Verbrennungsmotor verwendet werden. Weniger Hubraum
bedeutet in der Regel auch weniger Verbrauch. So werben die
Anbieter dieser Modelle mit bis zu 20 % weniger Verbrauch als
vergleichbare Fahrzeuge mit herkömmlichen
Verbrennungsmotoren. Die weitere Funktionsweise ist wie beim
Mikrohybrid (Auto-Start-Stop-Funktion).
Vollhybrid
Anders als beim Mildhybrid kann ein
Vollhybrid-Fahrzeug zumindest zeitweise alternativ mit
jedem der beiden Antriebsarten und somit auch allein mit
Strom fahren. Darüber hinaus können in der Regel
auch beide Moteren gleichzeitig für den Vortrieb
sorgen. Beide Moteren, Elekto- und Verbrennungsmotor, sind
in ihrer Leistung vergleichbar.
Plug-in-Hybrid
Bei einen Plug-in-Hybrid, auch
plug-in-hybrid-elektrisches Fahrzeug (PHEF) oder
Steckdosenhybrid genannt, handelt es sich um ein
Vollhybrid-Fahrzeug dessen Batterie zusätzlich über
das Stromnetz extern geladen werden kann. Da es über
eine größere Batterie verfügt als ein reiner
Hybrid stellt es eine Mischform zwischen Hybrid- und
Elektroantrieb dar.
Elektroantrieb
Das Fahrzeug wird mit Strom angetrieben. Die
Energiequelle kann über das übliche Stromnetz
aufgeladen werden. Dank neuer Batterietechnologie sind
Reichweiten zwischen 100 und 300 km möglich. Die
Ladezeiten variieren je nach Batterietyp und
Entladung.
Geothermie
Geothermie ist die Nutzung von Erdwärme. Der
Wärmeentzug aus dem Untergrund erfolgt mittels im
Erdreich verlegter Rohrleitungen. In diesen
Kunststoffrohren zirkuliert ein Wasser-Frostschutz-Gemisch
(Sole) welches Wärme aufnimmt und zum Haus
transportiert. Die eigendliche Wärmepumpe, welche die
Wärme aus der Sole übernimmt und die Heizung
darstellt, wird innerhalb des Hauses aufgestellt.
Grundsätzlich gilt, dass die Geothermieanlage
spezifisch auf den Wärmebedarf des Hauses abgestimmt
werden muss. Das heißt: Je besser das Haus
gedämmt ist und somit weniger Wärme
benötigt, desto geringer ist auch die Auslegung der
Geothermieanlage. Dies kann je nach
Grundstücksgröße und/oder geologischer
Begebenheiten einen entscheidenden Faktor darstellen.
Weitere Infos gibt es
hier