TV-Inspektion
TV-Inspektion: Reise in die "Unterwelt"
Mittels einer TV-Kamera oder, wenn möglich, per
Augenschein werden Leitungen und Schächte auf
eventuelle Schäden untersucht. Zugleich erfolgt eine
Überprüfung des Leitungsverlaufs, wenn
darüber keine detaillierten Informationen vorliegen.
Auf Grundlage der Ergebnisse der TV-Inspektion kann
ein Sanierungskonzept erstellt werden.
Verfahrensablauf
Vor der Kamerabefahrung ist eine Reinigung des
Kanalnetzes erforderlich. Weitere Informationen hierzu
finden Sie unter der Verknüpfung auf der rechten
Seite.
Nach der Reinigung des Leitungsnetzes kann die
TV-Inspektion der Abwasseranlage erfolgen. Schon dieser
Arbeitsschritt liefert unter Umständen stichhaltige
Anhaltspunkte zur Undichtigkeit einer Abwasseranlage.
Sollte die TV-Inspektion Schäden wie Rohrbruch,
sichtbarer Boden, eindringendes Bodenmaterial oder
Infiltration ans Tageslicht fördern, ist die Sanierung
der Anlage unumgänglich.
Im Anschluss an die Sanierung der Abwasseranlage ist
eine Dichtheitsprüfung mit Luft oder Wasser
durchzuführen.
Einige Tipps, die Sie beachten sollten:
-
Holen Sie zusammen mit Ihren Nachbarn mehrere Angebote
der zugelassenen Sachkundigen ein. Eine gemeinsame
Beauftragung und gemeinsame Inspektionstermine verringern
die Kosten.
-
Suchen Sie im Vorfeld der TV-Inspektion z.B. in den
Entwässerungsunterlagen des im Bauantrags nach
Informationen über den Verlauf der Leitungen
und Zugangsmöglichkeiten.
-
Freigeräumte Zugänge zu Leitungen und
Schächten sind Voraussetzung für die
TV-Inspektion.
-
Fordern Sie nach dem Abschluss der TV-Inspektion einen
schriftlichen Bericht mit allen Ergebnissen der
TV-Inspektion (Haltungsbericht, Haltungsgrafik,
Bildbericht mit Schadensfotos, Video,
Bestandsplan/Lageplan des aktuellen Leitungsverlaufs).
Abbildung: Kamerawagen
Abbildung: TV-Inspektion bei kleinen Leitungen (Lindauer
Scherre)