Abgrabungen, Gewinnung von Rohstoffen


Der Abbau von Bodenschätzen ist meist schon von weitem als Eingriff in Natur und Landschaft zu erkenne. Im Kreis Lippe werden dabei Sand, Kies, Kalkstein und Ton abgebaut. Abgrabungen sind allgemein genehmigungspflichtig: Trockenabgrabungen (ohne Freilegung von Grundwasser) auf der Grundlage des Abgrabungsgesetztes  und Nassabgrabungen (mit Freilegung von Grundwasser) auf der Grundlage des Wasserhaushaltsgesetzes.
 
Immer hat ein Abbau von Rohstoffen Auswirkungen in verschiedenster Hinsicht:
-                     Eingriff in die Landschaftsoberfläche
-                     nachhaltige Veränderung des Landschaftsbildes
-                     Staub- und Lärmemissionen
-                     Reduzierung der landwirtschaftlichen Flächen
-                     Auswirkungen auf das Mikroklima
-                     Auswirkungen auf Flora und Fauna
-                     Auswirkungen auf das Grundwasser
 
Zielsetzung des Naturschutzes und der Landschaftspflege ist dabei, einen Ausgleich diese Eingriffe zu erlangen. Dieses Ziel kann unter Umständen besser erreicht werden, wenn auf eine Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes verzichtet wird. So entstehen zum Beispiel durch den Nassabbau von Sand und Kies neue Gewässer oder alte Gewässer, wie ehemalige Altarme, werden wiederbelebt. Als Relikte des Trockenabbaus bleiben manchmal Steilwände bestehen, die ihrerseits wichtige Brutplätze für gefährdete Vogelarten darstellen. Obwohl als Sekundärbiotope entstanden, übernehmen diese wichtige ökologische Funktionen.