Bauen in der Eingriffsregelung

Bei der Errichtung von Wohnhäusern, Garagen, Carports, Parkplätzen, Erdwällen, Ställen, Biogasanlagen, u.ä. werden Flächen neu versiegelt, das Landschaftsbild verändert und oftmals der Lebensraum von Tieren und Pflanzen vernichtet. Dies stellt einen Eingriff in Natur und Landschaft dar, der auf der Grundlage des Bundesnaturschutzgesetzes (BNatSchG) und des Landesnaturschutzgesetzes Nordrhein-Westfalen (LNatSchG NRW) ausgeglichen werden muss.

Im baulichen Außenbereich muss der Eingriff vom Antragsteller ausgeglichen werden. Dies ist in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde z.B. durch die Anpflanzung von Hecken, Bäumen oder Obstbäumen möglich. Die Anpflanzungen schaffen neuen Lebensraum für die Tier- und Pflanzenwelt, begrünen gleichzeitig das Bauvorhaben und binden es damit in die Landschaft ein. Dadurch wird den Ansprüchen der Tier- und Pflanzenwelt an die Umwelt und auch den Ansprüchen der Menschen an die Erholung in der Landschaft Rechnung getragen.

Kompensationsmaßnahmen sind vorrangig in der Nähe des Eingriffs durchzuführen, damit die unmittelbar verloren gehenden Lebensräume in gleicher Weise vor Ort neu geschaffen werden (Ausgleichsmaßnahmen). Ist dies nicht möglich, kann der Antragsteller die erforderliche Kompensation an anderer Stelle bzw. in einem Ökokonto leisten oder ein Ersatzgeld zahlen, mit dem die Untere Naturschutzbehörde Landschaftspflegemaßnahmen verwirklicht.

 

Weitere Informationen

Pflanzliste Außenbereich

Formular: Bauen im Außenbereich, Eingriffsbewertung und Kompensationsmaßnahmen

Formblatt: Vorprüfung Artenschutz