Windenergie

Die Stromerzeugung aus Windenergie spielt in Deutschland eine bedeutende Rolle. Zum Stichtag 30.06.2011 betrug Anzahl an Windenergieanlagen nach Angaben des Deutschen Windenergie-Institutes 21.917 Anlagen bundesweit. Die installierte Gesamtleistung lag bei 27.980,58 MW, davon entfielen auf Nordrhein-Westfalen 2.995,06 MW.

In Lippe gibt es rd. 110 Windkraftanlagen mit einer installierten Leistung von rd. 100 MW. Die dadurch erzielte Strommenge lag im Jahr 2009 bei 173.548 MWh. Damit konnten rein rechnerisch 10,8 % des lippischen Gesamtstromverbrauchs gedeckt werden. Weitere Daten zur Stromerzeugung aus Windkraft in Lippe können Sie dem Energieatlas entnehmen.

 

Windkraft in der Eingriffsregelung

Bei der Errichtung von Windkraftanlagen werden unter anderem auch die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege berücksichtigt. Da der Bau von Windkraftanlagen grundsätzlich erhebliche Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes nach sich zieht, sind vom Verursacher in der Regel Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen durchzuführen.
Im Rahmen des Zulassungsverfahrens werden die Belange von Natur und Landschaft geprüft. Ein landschaftspflegerischer Begleitplan bilanziert den Eingriff in den Naturhaushalt und das Landschaftsbild und ermittelt die Auswirkungen des Vorhabens gegenüber geschützten Tieren, insbesondere Vogel- und Fledermausarten.
Zu den Auswirkungen auf den Naturhaushalt zählen beim Bau der Windräder einerseits Versiegelungen (Fundamente und Erschließungsstraßen), andererseits auch die Verlegung von Leitungen.
Die Auswirkungen auf das Landschaftsbild sind meistens wesentlich höher einzustufen. Anhand eines speziellen Berechnungsverfahrens für mastenförmige Eingriffe werden im landschaftspflegerischen Begleitplan die Beeinträchtigungen ermittelt. Hierbei ist selbstverständlich die Anlagenhöhe ein entscheidendes Kriterium, aber auch eventuelle visuelle Vorbelastungen der Landschaft.
Die Bilanzierung des Eingriffs führt in der Regel dazu, dass Ausgleichsmaßnahmen festgesetzt werden. Oberste Priorität hat dabei der Ausgleich am Eingriffsort, dem Standort der Windkraftanlagen. Ziel ist hier die Aufwertung des Landschaftsbildes und des Naturhaushaltes durch eine Kombination verschiedener Landschaftselemente, z.B. durch die Anpflanzung von Hecken, Bäumen oder Obstbäumen.

 

Bauliche Voraussetzungen

Windkraftanlagen dürfen nicht überall errichtet werden. Ihrem Bau und Betrieb geht ein Genehmigungsverfahren voraus. Hierbei werden auch Beeinträchtigungen für Anwohner, Natur und Landschaft geprüft. Windanlagen mit einer Gesamthöhe über 50 m müssen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz genehmigt werden. Bei Anlagen kleiner 50 m ist eine Baugenehmigung erforderlich

Bei Fragen hierzu wenden Sie sich bitte an die Untere Immissionsschutzbehörde (Herr Niehage, Tel. 05231-62-661) bzw. den Bereich 9.4 - Planen und Bauen (Herr Vehmeier, Tel.05231-62-608 oder Herr Gehse, Tel. 05231-62-6111.

 

Anlagen in Lippe

Eine Übersicht über die lippischen Windenergieanlagen finden Sie hier.

Externer Link: Bildlink zum Geodatenportal Windkraftanlagen

 

Windenergieerlass NRW

Den Windenergieerlass NRW vom 11.07.2011 finden Sie hier als Download.

Die Vorträge zur Informationsveranstaltung des Kreises Lippe vom 08.11.2011 finden Sie hier zum Download.