Umweltalarm

Was ist der Öl- oder Giftalarmplan?

Unter einem Öl- und Giftunfall sind alle Unfälle mit Mineralölen und sonstigen flüssigen oder löslichen wassergefährdenden Stoffen wie Säuren, Laugen, Salze, Gifte oder ähnliche Stoffe zu verstehen. Dazu gehören auch natürliche Flüssigkeiten wie Silagesickersäfte, Jauche, Gülle usw. Unfälle im Sinne des Öl- und Giftalarmplanes des Kreises Lippe sind Ereignisse, die zum Eindringen der genannten wassergefährdenden Stoffe in den Boden, in ein Gewässer oder in eine Kanalisation führen.

Der Kreis Lippe hat als zuständige Umweltschutzbehörde einen Umweltalarmplan aufgestellt. Mit den hier enthaltenden klaren Regelungen der Zuständigkeiten aller Beteiligter und den einzuleitenden Maßnahmen wird der Ablauf von Abwehrmaßnahmen bei Umweltschadens- oder -gefahrenfällen optimiert.

 

Was tun bei Unfällen mit wassergefährdenden Stoffen?

Öl- und Giftunfalle sind unverzüglich dem Ordnungsamt der Stadt oder Gemeinde, der Polizei, der Feuerwehr oder der unteren Wasserbehörde des Kreises Lippe anzuzeigen. Die Anzeigepflicht des Unfalls obliegt dem Schadensverursacher bzw. dem Betreiber einer Anlage, aber auch demjenigen, der Kenntnis von einem entsprechenden Unfall hat.

Der Kreis Lippe hat im Rahmen des Öl- und Giftalarmplans eine Rufbereitschaft eingerichtet, die über die Leitstelle der Feuerwehr unter der Rufnummer 05261/66600 rund um die Uhr erreichbar ist.