Festsetzungen des Landschaftsplanes

Im Landschaftsplan werden die besonders zu schützenden Teile von Natur und Landschaft im öffentlichen Interesse festgesetzt. Für jedes Gebiet ist es notwendig, den Schutzgegenstand, den Schutzzweck und die notwendigen Ge-und Verbote zu benennen, die das Gebiet sichern sollen.

Als besonders geschützte Teile von Natur und Landschaft sind in den Landschaftsplänen des Kreises Lippe Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete mit besonderen Festsetzungen, Landschaftsschutzgebiete und Naturdenkmale festgesetzt.

Des Weiteren sind in den Landschaftsplänen im Kreis Lippe in einigen Fällen Festsetzungen für Brachflächen getroffen worden. Im Rahmen der Landschaftsplanung kann bestimmt werden, dass Brachflächen entweder der natürlichen Entwicklung überlassen oder in bestimmter Weise gepflegt oder bewirtschaftet werden müssen.

In den Naturschutzgebieten werden im Einvernehmen mit dem Landesbetrieb Wald und Holz forstliche Festsetzungen getroffen, Diese schreiben:

1. für Erst- und Wiederaufforstungen bestimmte Baumarten vor oder schließen diese aus

2. untersagen eine bestimmte Form der Endnutzung Im Kreis Lippe handelt es sich hierbei um die Untersagung von Kahlhieben über 0,3 Hektar innerhalb von drei Jahren.

Für die Umsetzung der Maßnahmen sorgt der Landesbetrieb Wald und Holz Im Landschaftsplan werden ferner  Entwicklungs-, Pflege- und Erschließungsmaßnahmen festgesetzt. Diese umfassen zum Beispiel die

  • Anlage, Wiederherstellung oder Pflege naturnaher Lebensräume (Biotope)
  • Anlage, Pflege oder Anpflanzung von Gehölzen
  • Herrichtung von geschädigten oder nicht mehr genutzten Grundstücken
  • Pflegemaßnahmen zur Erhaltung oder Wiederherstellung des Landschafsbildes

Für die Umsetzung der Maßnahmen werden freiwillige Vereinbarungen mit den jeweiligen Grundstückseigentümern und Bewirtschaftern abgeschlossen.