Energieatlas

Willkommen im Kreis Lippe

Skip Navigation LinksKreis Lippe

Strom aus Lippe für Lippe - Kreis und Energieversorger stellen neuen Energieatlas vor

580.421 Megawattstunden: Das ist die Menge des in Lippe erzeugten Stroms aus erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung. Dies entspricht einem Anteil von 36,2 Prozent am lippischen Gesamtstromverbrauch - und somit eine Steigerung um 10,7 Prozent im Vergleichszeitraum 2006 und 2009. Gemeinsam mit den Energieversorgern in Lippe hat der Kreis in den vergangenen Monaten den 2. Energie­atlas für das gesamte Kreisgebiet erstellt, in dem neben Zahlen, Daten und Fakten zur Energiebereitstellung sowie Informationen rund um die Themen Strom und Wärme auch ein Blick auf den Stromverbrauch und die Stromerzeugung in allen 16 lippischen Städten und Gemeinden geworfen wird. Diese Energiebilanz stellten Kreis  und Energieversorger jetzt im Detmolder Kreishaus vor.

"Energie und Klima werden die Menschheit in den kommenden Jahrzehnten wie kein zweites Thema beschäftigen. Wir müssen neben der vordringlichen Herausforderung, Energie einzusparen, das natürliche Potenzial, das die Natur uns zur Verfügung stellt, noch effizienter nutzen, um CO2-Einsparungen zu erzielen und damit das Klima - auch im Hinblick auf unsere Nachfolge-Generationen - zu entlasten", betonte Landrat Friedel Heuwinkel. Die Energieversorger für Lippe leisteten dabei einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz mit dem Vertrauen auf den Einsatz regenerativer Energien und den konsequenten Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung, die aufgrund ihres guten Wirkungsgrades als sehr klimafreundlich einzustufen sei. Um das Thema auch an die Öffentlichkeit zu tragen, haben Mitarbeiter aus dem Fachbereich Umwelt und Energie der Kreisverwaltung in den vergangenen Monaten jede Menge Zahlen eruiert und diese nach 2009 erneut in einem Energieatlas zusammengetragen. Auch die lippischen Stadtwerke sowie E.ON und RWE präsentieren sich und ihre Klimaschutzstrategien: "Umweltschonender Strom hat großes Zukunftspotential. Daher haben auch wir uns diesem Thema verschrieben und in der Vergangenheit bereits erfolgreich Konzepte realisiert und Projekte umgesetzt", erklärten die Geschäftsführer der Energieversorger.

Mit Blick auf das Kreisgebiet ist zwischen 2006 und 2009 die ökologische Stromerzeugung gestiegen und der Stromverbrauch gesunken: In insgesamt elf lippischen Kommunen konnte die Stromausbeute - teilweise deutlich - gesteigert werden. So könnten sich neben Dörentrup mittlerweile mit Extertal und Horn-Bad Meinberg zwei weitere Kommunen vollständig selbst mit vor Ort produziertem Strom versorgen, Barntrup und Lemgo schaffen dies theoretisch immerhin zu mehr als zwei Dritteln. Die genauere Betrachtung der Energieträger verdeutlicht, dass trotz der Zuwächse in den Bereichen Photovoltaik, Biogas und Biomasse die Komponenten Windenergie, Kraft-Wärme-Kopplung (fossil) und Kraft-Wärme-Kopplung (thermisch) nach wie vor die drei Hauptsäulen in der lippischen Stromerzeugung darstellen. Zusammen machen sie nahezu 90 Prozent der Stromerzeugung  in Lippe aus. Insgesamt war im Bereich der erneuerbaren Energien ein Zuwachs von 21,0 Prozent zu verzeichnen. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch konnte zwischen 2006 und 2009 um 41.725 Megawattstunden auf 15,2 Prozent gesteigert werden. Der Anteil an der ökologischen Stromerzeugung stieg von 38,1 Prozent auf 41,9 Prozent. "Ziel des Kreises Lippe und seiner Energieversorger ist es, diesen positiven Trend in den nächsten Jahren zu bestätigen und möglichst sogar noch zu steigern", unterstrich Heuwinkel.

Der Energieatlas liegt ab kommender Woche bei den Energieversorgern, im Detmolder Kreishaus sowie zeitnah bei den Städten und Gemeinden aus und ist im Internet unter www.kreis-lippe.de abrufbar.

BUZ: Stellen den neuen Energieatlas vor: Landrat Friedel Heuwinkel mit Mitarbeitern der Verwaltung und den Vertretern der lippischen Energieversorger.