EqualPayDay2011

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Equal Pay Day 2011 - Rote Taschen als Symbol für Ungleichbehandlung


Sie sind knallrot und sollen auf die ungleiche Bezahlung von Frauen und Männern im Berufsleben aufmerksam machen: Regina Pramann, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Lippe, überreichte neun rote Umhängetaschen an die Gewinnerinnen, die sich an einem Gewinnspiel anlässlich des alljährlichen Equal Pay Days beteiligt hatten. Ein breites Bündnis hat diesen Tag in Deutschland vor einigen Jahren ins Leben gerufen, um auf die Ungleichbehandlung zwischen Männern und Frauen aufmerksam zu machen.  

Im Schnitt verdienen Frauen in Deutschland rund 23 Prozent weniger als Männer, was unter anderem mit der Berufswahl zusammenhängt. Trotz guter Noten entscheiden sich Abiturientinnen oftmals für ein Studium oder eine Ausbildung im geisteswissenschaftlichen Bereich, obwohl die Verdienstmöglichkeiten in technisch-naturwissen­schaftlichen Berufen häufig besser sind. Ein weiterer Grund für die Unterschiede in der Bezahlung liegt darin, dass viele Frauen Halbtagsstellen oder Minijobs besetzen, während ihre männlichen Kollegen volle Tage arbeiten. Auch in Führungspositionen findet nach wie vor eine Benachteiligung der Frauen statt. Aus einer aktuellen DIW-Studie (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) geht hervor, dass Frauen auf Führungsebene im Schnitt 1.200 Euro weniger verdienen als männliche Führungskräfte. Ein möglicher Lösungsansatz, der auch in den Fragebögen des Gewinnspiels immer wieder auftauchte, ist die Einführung einer Quotenregelung in der Privatwirtschaft, mit der Gesellschaft und Unternehmen die Rahmenbedingungen für eine Gleichberechtigung in Führungspositionen schaffen sollen.

BUZ: Machen aufmerksam auf Ungleichbehandlung: Regina Pramann überreicht Sabine Bestvater eine rote Tasche, die sie beim Gewinnspiel im Rahmen des Equal Pay Days gewonnen hat.