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SPD legt Haushalt falsch aus - Keine unnötigen Ausgaben im Kreisbudget

Landrat Friedel Heuwinkel zeigt sich verwundert darüber, wie die SPD-Kreistagsfraktion den Haushaltsentwurf für das Jahr 2011 auslegt: "Herr Kalkreuter, ich gehe davon aus, dass Sie den Haushaltsplan intensiv gelesen haben. Wie kommen dann solche Zahlen auf den Tisch?" Heuwinkel reagiert damit auf eine Presseinformation der SPD, in der die Sozialdemokraten den Schuldenzuwachs des Kreises auf 17 Millionen Euro beziffern. "12,2 Millionen Euro davon beruhen auf In­vestitionsmaßnahmen für unsere kreiseigenen Senioren­einrichtungen. Diese werden aber zu 100 Prozent über den Pflegesatz refinanziert. Das hätte auch der SPD auffallen müssen", findet der Landrat klare Worte. "Darüber hinaus führen wir in 2011 dank unserer sparsamen Haushaltsführung sogar sechs Millionen Euro an Kassenkrediten zurück".

Nicht nachvollziehbar ist für Heuwinkel auch die Kritik an der Ausgleichsrücklage: "In Zeiten, in denen Kommunen sich kurz vor oder in der Haushaltssicherung befinden, ist es meiner Meinung nach eine Selbstverständlichkeit, dass wir unsere eigene Rücklage in Anspruch nehmen, um die Städte und Gemeinden zu entlasten, und nicht die Kreisumlage in die Höhe treiben". Dies habe der Kreistag auch in der Ver­gangenheit immer mehrheitlich so beschlossen. Auch die   falsch ausgelegten Zahlen für den Eigenbetrieb Straßen stellt der Landrat klar: "Für mein von der SPD viel zitiertes 'Lieblingsthema Straßen' ist der Betriebskostenzuschuss in der Tat um 1,5 Millionen Euro gestiegen. Gleichzeitig wurde aber der Investitionskostenzuschuss   im Eigenbetrieb Straßen um 1,5 Millionen Euro gesenkt". In der Summe sei der Haushaltsansatz für den Eigenbetrieb sogar  um 750.000 Euro niedriger als im Haushalt 2010. Nochmals weist Heuwinkel darauf hin, dass der Kreis Lippe seit der Verabschiedung des Haushaltes 2010 keine neuen Mitarbeiter im Referat des Landrates eingestellt hat. "Durch eine interne Verschiebung von Beschäftigten ergibt sich zwangsläufig durch Personalkosten auch ein höheres Budget im PR-Bereich. Diese Mittel wurden dafür aber an anderer Stelle entsprechend gekürzt", betont er. Die von der SPD stets bemängelten Ausgaben für Broschüren, Flyer, Veranstaltungen und sonstigen Aufwendungen seien mit 29.000 Euro im Haushalt 2011 veranschlagt und lägen damit 2.500 Euro unter dem Vorjahresbudget. "Ich bin immer für Kritik offen, aber dann muss sie auch konstruktiv und richtig sein", sagt Heuwinkel abschließend.