Mobilitaetsuntersuchung

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Wie bewegt sich Lippe? - Mobilitätsuntersuchung soll Aufschluss geben 

Fortbewegung kennt viele Mittel und Wege. Ob mit dem Auto, dem Rad, Bus oder Bahn, auch in Lippe sind die Menschen auf ganz unterschiedliche Weise unterwegs. Doch welche Strecken werden aus welchem Grund mit welchem Verkehrsmittel zurück gelegt? Wie wirkt sich die demographische Entwicklung auf das Mobilitätsverhalten aus? Und welche Potenziale gibt es, um Verkehr zu verlagern - zum Beispiel auf Radwege oder öffentliche Verkehrsmittel, damit Verkehrsachsen in den Innenstädten entlastet werden? Antworten und Lösungsansätze soll eine ausführliche Mobilitätsuntersuchung liefern, die der Kreis Lippe in Zusammenarbeit mit der Stadt Lemgo veranlasst hat.

"Wir wollen Aufschluss darüber gewinnen, wie die Menschen in Lippe unterwegs sind", beschreibt Landrat Friedel Heuwinkel das Ziel der Untersuchung. "Im zweiten Schritt möchten wir Potenziale nutzen, etwa um Alternativangebote für stark frequentierte Straßen zu schaffen", so Heuwinkel weiter. Aus diesem Grund ist bereits etwa jeder 28. Haushalt in Lippe ausgewählt worden und erhält Erhebungsunterlagen von dem beauftragten Büro Planersocietät aus Dortmund. Für die am 22. März versandte erste Fragewelle liegen die Befragungsstichtage zwischen dem 5. und 7. April. Um auch Angaben über das Verkehrsverhalten am Wochenende zu erhalten, haben sich die Beteiligten entschlossen, 20 Prozent zusätzliche Fragebögen zu versenden und hierfür die die Stichtage auf den 9. und 10. April (Samstag und Sonntag) zu legen. An der Erhebung beteiligt sich neben dem Kreis Lippe auch die Stadt Lemgo, die im Gegenzug detaillierte Ergebnisse erhält. Insgesamt werden 14.250 Personen angeschrieben. "Von der Befragung profitieren zum einen die Bürger, die ihre Einschätzungen zu der Verkehrssituation in Lippe und Lemgo äußern können, aber auch Politik und Verwaltung, die die Möglichkeit erhalten, in Zukunft auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse diskutieren und planen zu können", hebt Bürgermeister Reiner Austermann hervor. Projektleiter Werner Kloppmann hofft auf eine rege Beteiligung. "Die Teilnahme an der Befragung ist selbstverständlich freiwillig, jedoch lassen sich nur mit einer hohen Rücklaufquote zuverlässige und aussagekräftige Ergebnisse erzielen", so Kloppmann, der außerdem darauf hinweist, dass durch Teilnahme und gewissenhafte Beantwortung die Möglichkeit besteht, sich aktiv in die Gestaltung der Heimatregion einzubringen.

Soweit die Telefonnummer eines Haushalts ermittelt werden kann, wird das Unternehmen O-Ton aus Dortmund die Fragen in einem Telefoninterview mit den ausgewählten Personen durchgehen. Für den Fall, dass ein telefonisches Gespräch nicht gewünscht wird, besteht die Möglichkeit, die Antworten schriftlich und per Freiumschlag einzusenden. Außerdem besteht die Gelegenheit, auf den Internetseiten www.mobil-in-lippe.de und für Lemgoer auf www.mobil-in-lemgo.de online teilzunehmen und sich über Hintergründe der Untersuchung zu informieren.

BUZ: Bahn, Bus, Auto, Fahrrad oder zu Fuß: Die Mobilitästsuntersuchung, die Landrat Friedel Heuwinkel, Gerhard Pieper, Eigenbetriebsleiter Straßen, Bürgermeister Reiner Austermann und Werner Kloppmann (von links) jetzt vorgestellt haben, soll unter anderem Aufschluss über die Fortbewegungsmittel der Lipper geben.