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Ostwestfalen-Lippe und das Sultanat Oman wollen Tourismus und Bildung enger verknüpfen

Einer Einladung des omanischen Tourismusministeriums folgend reiste eine Delegation aus Lippe am vorletzten Oktoberwochenende in die omanische Hauptstadt Maskat. Unter anderem wurde eine gemeinsame Bewerbung um die Anerkennung als "Offizielles Projekt der UN-Dekade zur Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005 - 2014" für die GPS-Erlebnisregion im Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge und des Geoparks Maskat unterzeichnet. Der Delegation gehörten Landrat Friedel Heuwinkel, Dirk Watermann (Naturpark Teutoburger Wald / Eggegebirge), Günter Weigel (Lippe Tourismus und Marketing AG), Prof. Dr. Volker Wittberg (Fachhochschule des Mittelstandes) und Henning Schwarze von der World Habitat Society GmbH (WHS) an.

Henning Schwarze von der WHS lieferte mit der für den Naturpark entwickelten GPS-Erlebnisregion, die von der UNESCO erstmals 2008 national ausgezeichnet wurde, eine gute Grundlage für den Ausbau der Verbindungen zum Oman. Das neue, länderübergreifende  Projekt auf der arabischen Halbinsel und in der Naturparkregion fördert unter anderem das Verständnis der Menschen beider Länder im Kultur- und Naturbereich und hat eine gute Chance, von der UNESCO auch international ausgezeichnet zu werden.

Intensive Gespräche zwischen dem lippischen Landrat und dem stellv. omanischen Tourismusminister Mohammed Al Tobi verdeutlichten zunehmend die Wertigkeit und Entwicklungsmöglichkeiten einer internationalen Partnerschaft. Gerade die vielfältigen Unterschiede zwischen der morgenländischen und abendländischen Kultur bieten ein ganz entscheidendes Potential: die Umsetzung der Kooperation vor dem Hintergrund einer wachsenden Globalisierung sowie einer nachhaltigen Entwicklung beider Regionen und das beiderseitige Anliegen, die Annäherung der Kulturen voranzubringen. Ebenso entstanden während des Zusammentreffens Ideen zur Umsetzung einer Partnerschaft zwischen deutschen und omanischen Sehenswürdigkeiten. Hierzu gehören beispielsweise Informationsstände und -schilder, die über vergleichbar Sehenswertes im jeweils anderen Land informieren.

Ein weiterer Schwerpunkt der Reise war es, in Kooperation mit den omanischen Verantwortlichen, den Grundstein für ein gemeinsames Entwicklungskonzept für international erfolgreichen Tourismus zu legen. Der Bedarf an innovativen Lösungen im Bereich eines transkulturellen Tourismus wurde schon während der Reise deutlich: "Sowohl Deutschland, d.h. Ostwestfalen-Lippe, als auch der Oman haben kulturell sehr viel zu bieten und zeigen großes gegenseitiges Interesse. Es ist erstaunlich, wie viele Deutsche uns in der kurzen Zeit unseres Besuches dort begegnet sind, die sich nicht nur erholen, sondern auch lernen wollen", so Landrat Heuwinkel.

Im Weiteren knüpfte die Delegation erste Kontakte zur Sultan Qaboos University (SQU), der staatlichen Hochschule in Maskat. Heuwinkel: "Bildung und Kultur reichen sich die Hände. Unsere Fachhochschule des Mittelstands steht einer Verbindung mit der Sultan Qaboos Universität sehr offen und motiviert gegenüber. Wenn wir zudem einen regelmäßigen Austausch deutscher und omanischer Studenten verwirklichen, die sich neben dem Studium während ihres Austauschsemesters an den touristischen Zielen engagieren, schaffen wir für unsere heranwachsenden Fachkräfte ganz neue Dimensionen."

Weiterhin sagte der Landrat, dass die Region Ostwestfalen-Lippe, und ganz besonders der Kreis Lippe sehr starkes Interesse daran habe, Menschen und Kulturen unterschiedlicher Länder zusammenzubringen. Voneinander lernen, einander zu akzeptieren und zu respektieren, das seien die Themen der Zukunft für eine nachhaltige Entwicklung.



BUZ: Freuen sich über die Kooperation zwischen Lippe und dem Oman: Landrat Friedel Heuwinkel und Mohammed Al Tobi (Mitte)