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Lippische Rose setzt Signale - Region auf "Open Days" in Brüssel vertreten

 
 

Mehr als 6000 Vertreter aus über 240 Regionen und Städten trafen sich jetzt auf den "Open Days" in Brüssel - darunter auch Vertreter aus Lippe. Unter dem Motto "Europa 2020: Wettbewerbsfähigkeit, Zusammenarbeit und Kohäsion für alle Regionen" hat die größte und wichtigste Regionalmesse Europas vier Tage lang ein Forum für den Gedankenaustausch über die Rolle der europäischen Regionen und Städte bei der Umsetzung der Strategie Europa 2020 geboten. Landrat Friedel Heuwinkel nutzte die Gelegenheit und berichtete in Kooperation mit dem Kreis Steinfurt über Arbeit, Erfahrungen und Erfolge des EU-Verbindungsbüros.

 
In einem Workshop zum Thema "Innovation, regionale Entwicklung und Beschäftigung" punktete Heuwinkel mit zukunftsweisenden Beispielen aus der Region und leistete damit einen ersten Beitrag Lippes zur europäischen Regionalpolitik. Im November veröffentlicht die Europäische Kommission den sogenannten "5. Kohäsionsbericht", der maßgebliche Weichen für die kommende Förderperiode 2014 bis 2020 stellen wird. Landrat Heuwinkel definierte klar sechs Bereiche, die für die zukünftige Strukturentwicklung im ländlichen Raum unabdingbar sind. "Wir packen schon heute die zentralen europäischen Themen an" erläutert er. "Eine schlanke Verwaltung, die zentrale Stellung von Familien-, Bildungs- und Gesundheitspolitik vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung sowie eine nachhaltige Energie- und Standortbewirtschaftung sind wegweisend. Hier müssen Lösungen und Visionen aufgezeigt und in Brüssel platziert werden."

 
Der Delegation gelang es neben Kontakten zu europäischen und nationalen Entscheidungsträgern, Experten und Vertretern anderer Regionen ebenfalls weitergehende Netzwerke für die Region zu identifizieren. Heuwinkel betonte die Bedeutung von Kooperationen und Verlässlichkeit für die Schaffung zukunftsfähiger Strukturen in Lippe und vergleichbaren ländlichen Räumen Europas. "Ohne zielgerichtete Förderungen von Angeboten für Kinder und Jugendliche, Aus- und Fortbildung sowie Forschung und Lehre ist den heutigen Herausforderungen und der konstruktiven Förderung alternativer Energietechnologien nicht zu begegnen", führte der Landrat aus und erntete damit breite Zustimmung auf europäischer Ebene. "Hier, in den kleinen Regionen wird die Regionalpolitik in Europa gemacht und gelebt". Birgit Essling, Leiterin des EU-Verbindungsbüros in Brüssel hob zudem hervor: "Mit dem Projektbüro Lippe, das die Achse Lippe - Ostwestfalen/Lippe - Nordrhein-Westfalen und Brüssel spielt, ist ein entscheidender Schritt gemacht, denn so redet und gestaltet man mit in Europa."


 

Delegation in Brüssel (von links): Günter Weigel (Vorstand Lippe Tourismus & Marketing AG), Landrat Friedel Heuwinkel, Birgit Essling und Udo Röllenblech (Leitung europe direct Informationszentrum Kreis Steinfurt).