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Landrat stellt lippische Option in Berlin vor - Leistungen werden ab Januar in Eigenregie übernommen

Der Kreis Lippe wird ab Januar Langzeitarbeitslose in Eigenregie betreuen. Nachdem der lippische Optionsantrag bereits auf der Liste der nordrhein-westfälischen Bewerber um die Zulassung als Optionskommune den ersten Platz belegt hat, hat Landrat Friedel Heuwinkel jetzt am 4. Tag der Optionskommunen in Berlin teilgenommen. Dort wurde bekanntgegeben, dass sich die Zahl der Optionskommunen ab dem nächsten Jahr von derzeit 67 auf 108 erhöht. "Mit diesem Modell können wir direkt vor Ort im Sinne der Langzeitarbeitslosen entscheiden. Darüber hinaus können wir gezielt auf regionale Gegebenheiten und den lokalen Arbeitsmarkt eingehen", erklärte Landrat Friedel Heuwinkel.

Die 67 Kreise und Städte, die bereits Langzeitarbeitslose in Eigenregie betreuen und vermitteln, hatten zum 4. Tag der Optionskommunen nach Berlin eingeladen. Dort wurden eine Reihe von Beispielen aus der kommunalen Hartz IV-Praxis vorgestellt. In den neuen Optionskommunen geht es jetzt darum, die Übernahme der Aufgabe zügig vorzubereiten. "Aus diesem Grund bot die Veranstaltung eine gute Gelegenheit, auf die Arbeit der bestehenden Optionskommunen und deren Konzepte und Initiativen zurückzublicken und die neuen Optionskommunen bei ihren kommenden Aufgaben nach Kräften zu begleiten", sagte Hans Jörg Duppré, Präsident des Deutschen Landkreistages. Darüber hinaus wurden auf der Veranstaltung der aktuelle Benchmarking-Bericht der Optionskommunen für das Jahr 2010 sowie eine Broschüre des Deutschen Landkreistages mit Praxisbeispielen der Option veröffentlicht. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen war als Hauptrednerin vor Ort. "Das Optionsmodell konnte dauerhaft verankert werden, weil die Kommunen sich mit ihren vielfältigen Kompetenzen engagieren. Sie kennen den lokalen Arbeitsmarkt und die unterstützenden Strukturen vor Ort. Die Reform kam zur rechten Zeit. In einem hochdynamischen Arbeitsmarkt, wie wir ihn seit langer Zeit nicht hatten, können nun alle Jobcenter ihre Kräfte auf das große gemeinsame Ziel richten: Den Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit", sagte von der Leyen.

BUZ: Sehen der neuen Aufgabe als Optionskommune positiv entgegen: Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen und Landrat Friedel Heuwinkel.