Bildungsmeile Lemgo-Lüttfeld wächst weiter -
Pläne für Technologiezentrum Kunststoff
vorgestellt
Mit etwa 19.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von
ca. 2,5 Milliarden Euro nimmt die Kunststoffbranche eine
wichtige Bedeutung für den Wirtschaftsstandort
Ostwestfalen-Lippe ein. Und nach wirtschaftlichen Prognosen
ist das Potenzial auf diesem Markt noch längst nicht
ausgeschöpft. Der Bau des Technologiezentrums Kunststoff
bildet einen weiteren Meilenstein für die
Kunststoffindustrie in OWL und beschert den Unternehmen beste
Vorraussetzungen in den Bereichen Aus- und Weiterbildung
sowie Forschung und Vernetzung. Gleichzeitig wird die
Bildungs- und Forschungsmeile Lemgo-Lüttfeld mit dem
Neubau weiter gestärkt. Jetzt stellten die
Projektverantwortlichen den gegenwärtigen Stand der
Planungen vor und hoben zudem die Bedeutung der
Kunststoffindustrie für die Region hervor.
"Die Kunststoffbranche in OWL ist eine der dynamischten
Industriebranchen in der Region", stellte Landrat Friedel
Heuwinkel fest. "Mit dem neuen Technologiezentrum liefern
wir den Unternehmen hervorragende Bedingungen, vor allen
Dingen im Bereich der Aus- und Weiterbildung", so Heuwinkel
weiter. Tatsächlich integriert sich das
Technologiezentrum hervorragend in den Standort
Lemgo-Lüttfeld, da es unter anderem der neue Sitz
für das Institut für Kunststoffwirtschaft (I-KU
OWL) wird, das bislang noch in den Räumlichkeiten des
Handwerksbildungszentrums untergebracht ist. Als
nachfrageorientiertes Dienstleistungszentrum mit Beratungs-
und Vernetzungsfunktion schließt das I-KU OWL eine
vorhandene Lücke für die Unternehmen in der
Region und trägt zu einer langfristigen Sicherung der
Wettbewerbsfähigkeit bei. Das Institut wurde 2009 mit
Unterstützung der Wirtschaftsförderung des
Kreises Lippe und der Wirtschaft von der Lippe Bildung eG
gegründet. Markus Rempe, Vorsitzender der Lippe
Bildung eG, begrüßt die Entwicklungen auf der
Bildungsmeile ebenfalls: "Da wichtige Akteure der
beruflichen Bildung in unmittelbarer Nachbarschaft zusammen
arbeiten können, entsteht ein Synergieeffekt." Neben
der Lippe Bildung eG sind auch die Hochschule OWL, das
Lüttfeld Berufskolleg, der Eigenbetrieb Schulen (EBS)
und die Wirtschaftsförderung des Kreises Lippe als
Partner in das Projekt involviert.
Für das vom EBS gebaute Technologiezentrum hatten sich
mehrere Unternehmen beworben, von denen am Ende die Firma
Brüninghoff den Zuschlag erhalten hat. Die baulichen
Investitionen für das Technologiezentrum belaufen sich
auf ca. 1,1 Millionen Euro und werden durch Mittel des
Konjunkturpaketes II gedeckt. Weitere 100.000 Euro
investiert der EBS in die Ausstattung. Den hochmodernen
Maschinenpark und die Laborausstattung mit einem
Gesamtvolumen von 3,5 Millionen Euro bringen die
Kooperationspartner ein. Der Ausstattungsanteil des I-KU
OWL wird aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft,
Mittelstand und Energie des Landes NRW und des Bundes (ca.
840.000 Euro), des Kreises Lippe (ca. 170.000 Euro) und der
Lippe Bildung eG (ca. 40.000 Euro) gefördert.
Darüber wurden die vom Eigenbetrieb Schulen für
240.000 Euro angeschafften Maschinen mit 40 Prozent
gefördert. Aber nicht nur im Technologiezentrum kommt
Hight-Tech zum Einsatz, wie Klaus Kuhlmann, Leiter des EBS
und verantwortlich für Bau und Betrieb des
Technologiezentrums beschreibt: "Wir bauen ein energetisch
hocheffizientes und gleichzeitig kostengünstiges
Gebäude mit modernster Technik und einer hochmodernen
Ausstattung nach Industriestandard. Das Technologiezentrum
setzt dank der gelungenen Kooperation Maßstäbe,
unter anderem auf den Gebieten
Klimaschutz, Technologie, berufliche Bildung und
Wirtschaftsförderung." Die geplante Inbetriebnahme ist
für September 2011 geplant. Bis dahin bleibt bei allen
Beteiligten die Vorfreude auf den neuen "Leuchtturm" der
Bildungs- und Forschungsmeile Lemgo
Lüttfeld.
Informationen zu dem Technologiezentrum und dem Institut
für Kunststoffwirtschaft gibt es auf der Internetseite
ww.iku-owl.de
BUZ: Stellten den neuen "Leuchtturm" für
Lemgo-Lüttfeld vor: (von links) Hans-Rüdiger
Haumersen (Lüttfeld Berufskolleg), Thomas
Wolf-Hegerbekermeier (Wirtschaftsförderung Kreis
Lippe), Jürgen Hubeling, Christoph Jansen (beide Firma
Brüninghoff), Landrat Friedel Heuwinkel, Markus Rempe
(Lippe Bildung eG), Axel Martens (IHK), Prof. Dr. Christoph
Barth (Hochschule OWL), Klaus Kuhlmann (Eigenbetrieb
Schulen)