Wohnungsmarktbericht

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Wohnen in OWL - 1. Regionaler Wohnungsmarktbericht vorgestellt

Vom Großstadtleben mit urbanem Flair bis zur ländlichen Idylle in kleinen Dörfern - den mehr als zwei Millionen Menschen in der Region Ostwestfalen-Lippe bieten sich ganz unterschiedliche Formen des Lebens und Wohnens. Doch durch den demographischen Wandel und andere Faktoren steht der Wohnungsmarkt vor einschneidenden Veränderungen. Um Trends und Entwicklungen erkennen zu können, haben die Kreise Gütersloh, Herford, Höxter, Minden-Lübbecke, Lippe, Paderborn und die Stadt Bielefeld in Kooperation mit der NRW.BANK den ersten Wohnungsmarktbericht für OWL erarbeitet. Vor mehr als 300 Gästen und Experten stellten ihn die Beteiligten in Bielefeld vor.

Aus dem Bericht geht hervor, dass Lippe zu den Kreisen gehört, die mit einem zunehmenden Bevölkerungsrückgang rechnen müssen. So wird in einigen lippischen Kommunen die Bevölkerungszahl bis 2030 um mehr als 15 Prozent gegenüber 2008 abnehmen. Zudem sind die ländlichen Gebiete in Ost-Lippe besonders stark von Abwanderungsbewegungen betroffen, da sich junge und berufstätige Menschen vermehrt für ein Leben und Wohnen in Stadtgebieten entscheiden. Gerade auf dem Land sind viele Wohnhäuser älter und so beispielsweise energetisch nicht mehr auf dem neuesten Stand. Die Folge: Auf Grund mangelnder Nachfrage wird es immer schwerer, diese Immobilien zu verkaufen oder zu vermieten, so dass ein langfristiger Leerstand droht und die Immobilien dadurch an Wert verlieren. "Dass sich die sinkende Bevölkerungszahl auf den Wohnungsmarkt auswirken wird, liegt nahe. Der erste Wohnungsmarktbericht liefert uns nun einen genauen Überblick für ganz Ostwestfalen-Lippe", weiß Udo Hötger, der gemeinsam mit Heinz Jastrow und Kathrin Gröne für den Kreis Lippe an dem Bericht mitgearbeitet hat. Die erfassten Daten und Prognosen liefern insbesondere den Handlungsträgern aus Politik und Immobilienwirtschaft wichtige Hinweise. Landrat Friedel Heuwinkel stellt in diesem Zusammenhang fest: "Insbesondere der ländliche Raum wird trotz rückläufiger Neubautätigkeit vermehrt auf öffentliche Förderung für Maßnahmen im Wohnungsbestand angewiesen sein." So werden viele Eigentümer notwendige Modernisierungen von Bausubstanz zukünftig nur mit Hilfe von entsprechenden Fördermaßnahmen durchführen können. Doch durch die Erhebung eröffnen sich auch neue Möglichkeiten: "Der Wohnungsmarktbericht zeigt Perspektiven und Ansätze auf, um den zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden", fasst Heuwinkel die Ergebnisse zusammen. 

Weitere Informationen und den Bericht zum Download gibt es im Internet unter www.kreis-lippe.de

BUZ: Anforderungen und Perspektiven für den Wohnungsmarkt: Heinz Jastrow, Kathrin Gröne und Udo Hötger haben für den Kreis Lippe am ersten Wohnungsmarktbericht OWL mitgearbeitet.