Zensus 2011: Erhebungsstelle im Kreishaus nimmt ihre
Arbeit auf
Unser Land macht "Inventur": Deutschland benötigt
aktuelle Bevölkerungs- und Wohnungsdaten. Aus diesem
Grund findet zum Stichtag 9. Mai 2011 ein bundesweiter
Zensus statt. Dieser wird arbeitsteilig von den
Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder
sowie den Kommunen vorbereitet und durchgeführt. Um
die Vielzahl der Aufgaben rund um den Zensus optimal
erledigen zu können, richten derzeit alle Kreise und
kreisfreien Städte in NRW Erhebungsstellen ein. Auch
im Detmolder Kreishaus hat die Erhebungsstelle ihre
Arbeit aufgenommen.
Die zu erhebenden Daten sind für eine Vielzahl von
Entscheidungen unabdingbar, so u.a. für
Finanzzuweisungen, Wahlkreiseinteilungen und
Infrastrukturplanungen. Bisherige Zahlen basieren auf
zunehmend unsicheren Fortschreibungen der vergangenen
Volkszählungen, die zuletzt 1987 im früheren
Bundesgebiet und 1981 in der ehemaligen DDR stattgefunden
haben. Eine gesamtdeutsche Volkszählung gab es bislang
noch nicht. "Die Erhebungsstelle im Kreishaus ist
zuständig für die Anwerbung von Interviewern,
deren Schulung und die Erhebungsorganisation vor Ort",
berichtet Alexandra Steeger, Leiterin der Erhebungsstelle.
"Sie ist im Sinne des Datenschutzes räumlich und
organisatorisch von der übrigen Verwaltung getrennt".
So wird gewährleistet, dass die erhobenen Daten
ausschließlich für die Zwecke des Zensus
verwendet werden".
Insgesamt drei Mitarbeiter kümmern sich derzeit um die
Organisation der Befragungen in Haushalten und
Einrichtungen im Mai kommenden Jahres. Anders als bei der
Volkszählung 1987 werden nicht alle Einwohner um
Auskunft gebeten, sondern bundesweit im Durchschnitt zehn
Prozent. "Im Kreis Lippe werden voraussichtlich 41.500
Bürger in Haushalten und 8.400 Menschen in
Einrichtungen befragt", weiß Steeger. "Die Auswahl
erfolgt nach dem Zufallsprinzip". Wer ausgewählt wird,
ist zur Auskunft z.B. zu seiner Staatsangehörigkeit,
seinem Familienstand, seiner Schulbildung und seiner
Beruftätigkeit verpflichtet. Lediglich die Frage nach
dem Bekenntnis zu einer Religion ist freiwillig. Für
die Mitarbeiter der Erhebungsstelle gilt es jetzt, rund 550
Interviewer zu finden, die die Befragungen in der Zeit von
Mai bis Juli 2011 vor Ort durchführen.
Daneben werden etwa 17,5 Millionen Gebäude- und
Wohnungseigentümer in NRW postalisch befragt. Für
diese Befragung ist der Landesbetrieb Information und
Technik des Landes NRW (IT-NRW) zuständig. Ziel ist es
hier, flächendeckend alle Wohnungen und Gebäude
mit Wohnraum zu erfassen. Eine Vorbefragung startet bereits
jetzt.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.zensus2011.de, bei
der zentarlen Bürgerhotline (0 18 03) 50 40 40 oder
beim Kreis Lippe unter (0 52 31) 62-7530 oder 7531.
BUZ: Haben ihre Arbeit im Kreishaus aufgenommen (von
links): Töns Spilker, Alexandra Steeger und Annika
Schubert mit einem Muster des Befragungsbogens.