Zensus in Lippe

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Zensus 2011: Hohe Akzeptanz und Bereitschaft in Lippe


Ein Großteil des Zensus 2011 ist geschafft. Insgesamt 420 Erhebungsbeauftragte haben vom 9. Mai bis zum 31. Juli Bewohner an 10.537 lippischen Stichprobenanschriften und rund 5.400  Bewohner in Gemeinschaftsunterkünften wie Alten- und Studentenheimen befragt bzw. die Fragebögen bei Selbstausfüllerwunsch übergeben. "Die Erhebungsbeauftragten haben insgesamt sehr gute und zuverlässige Arbeit geleistet", betont Alexandra Steeger, Leiterin der Erhebungsstelle für den Kreis Lippe. "Beschwerden von Bürgern waren äußerst selten. Meistens  ging es in diesen Fällen um zu kurzfristige Besuchsankündigungen".

Die von den Erhebungsbeauftragten ausgefüllten Erhebungslisten sind von den Mitarbeitern der Erhebungsstelle im Zensus-Programm erfasst worden. Die Akzeptanz und Teilnahmebereitschaft der lippischen Bevölkerung ist erfreulich hoch. Bis zum heutigen Tage sind über 95 Prozent der Anschriften abgeschlossen, d.h. es stehen keine Fragebögen mehr aus. Bei den restlichen Anschriften fehlen noch Fragebögen von Selbstausfüllern bzw. müssen nicht angetroffene oder verweigernde Haushalte erinnert und gemahnt werden. Regiert ein Auskunftspflichtiger auf Erinnerung und Mahnung nicht, folgt ein Herziehungsverfahren mit Androhung und Festsetzung eines Zwangsgeldes. "Wir hoffen jedoch, dass es in den meisten Fällen nicht soweit kommen muss und die Fragebögen rechtzeitig übersandt werden", sagt Steeger.

Als weiterer Teil des Zensus 2011 beginnt ab November die "Befragung zur Klärung von Unstimmigkeiten". Dieser Erhebungsteil dient der Qualitätssicherung der Zensus-Ergebnisse und findet lediglich in Kommunen mit weniger als 10.000 Einwohnern statt. Für Lippe bedeutet dies, dass in Augustdorf, Barntrup, Dörentrup, Schieder-Schwalenberg und Schlangen erneut Erhebungsbeauftragte Haushaltsbefragungen durchführen, jedoch mit einem deutlich verkürzten Fragebogen.

Letzter Teil des Zensus ist die Bearbeitung der Antwortausfälle der Wohnungs- und Gebäudezählung, die grundsätzlich als schriftliche Befragung des Statistischen Landesamtes durchgeführt wurde. Die Erhebungsbeauftragten kommen in den Fällen zum Einsatz, in denen eine postalische Klärung der Gebäudemerkmale nicht möglich war. Mithilfe einer Bewohnerbefragung oder Inaugenscheinnahme in der Zeit von Februar bis Mitte April 2012 werden die offenen Fälle geklärt. Wie viele Erhebungsbeauftragte für diesen Erhebungsteil benötigt werden, ist derzeit noch unklar, da die Anschriften erst im Januar 2012 zur Verfügung gestellt werden. Zum Einsatz kommen Erhebungsbeauftragte der Haushaltsstichprobe und der Erhebung an Sonderanschriften, die auch für diesen Erhebungsteil Interesse bekundet haben.