Berufskollegs werden modernisiert - Kreis Lippe investiert
in Bildung und Klimaschutz
Der Startschuss für die Bauarbeiten am
Berufskollegzentrum in Detmold ist gefallen. Landrat
Friedel Heuwinkel machte sich jetzt am
Felix-Fechenbach-Berufskolleg (FFB) ein Bild über die
anstehenden Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten. "In
mehrfacher Hinsicht starten wir heute ein zukunftsweisendes
Bauvorhaben, das in besonderer Weise dem Klimaschutz und
der beruflichen Bildung dient", betonte der Landrat.
Damit leistet der Kreis durch ein hohes Investitionsvolumen
von bis zu 23 Millionen Euro nicht nur einen Beitrag zur
Wirtschaftsförderung, sondern sorgt auch dafür,
dass Fachkräfte noch optimaler ausgebildet werden
können. Am Standort in Detmold werden über 3000
Schüler von rund 120 Lehrkräften unterrichtet.
"Gerade im ländlichen Raum ist es wichtig, eine
wohnortnahe, hochqualifizierte Ausbildung anzubieten",
verdeutlich Heinrich Hasse, stellvertretender Schulleiter
des Felix-Fechenbach-Berufskollegs die besondere Bedeutung
der Maßnahme. Neben einer wesentlichen Verbesserung
der Lehr- und Lernbedingungen gilt es unter anderem, die
rechtlichen Vorgaben zum Brandschutz und zur
Barrierefreiheit zu erfüllen. "Gleichzeitig werden wir
auf Grundlage des bereits 2008 vom Kreistag gefassten
Klimaschutzbeschlusses die Gebäude im Rahmen eines
Modellprojektes energetisch sanieren", so Landrat
Heuwinkel. 93 Prozent der bisherigen Energiekosten sollen
so künftig eingespart werden. "Unser Ziel ist es,
Klimaschutz hier am Berufskollegzentrum für
Schüler, Betriebe und Interessierte anschaulich
zu vermitteln, zumal am FFB auch in den Berufsfeldern
Heizung, Sanität, Lüftung und Elektro ausgebildet
wird", erläuterte Klaus Kuhlmann, Leiter des
Eigenbetriebs Schulen des Kreises, der für das
Gesamtprojekt verantwortlich ist.
Der Umbau der Berufskollegs erfolgt in vier Bauabschnitten.
Nach Fertigstellung der Anbauten im ersten Bauabschnitt
werden die aus den 50er und 60er Jahren stammenden
Gebäude auf den neusten energetischen Stand gebracht.
Das Ziel ist eine Reduzierung der CO2-Emmissionen um mehr
als 70 Prozent. Das Gesamtvolumen der umfassenden
Modernisierung und Sanierung an den Gebäuden 1 bis 3
beläuft sich auf rund 10 Mio. Euro, von denen 3,4
Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket II kommen. Die
Kosten für die noch nicht beschlossene komplette
Modernisierung des Gebäudes 4, einschließlich
Passivhausstandard, schätzt der Eigenbetrieb auf bis
zu 12 Mio. Euro. "Bereits mit den ersten drei
Bauabschnitten stellt die Modernisierung des
Berufskollegzentrums in Detmold die bisher
größte Schulbaumaßnahme des Kreis Lippe im
neuen Jahrtausend dar", verdeutlicht Landrat Heuwinkel. Im
Sommer 2012 sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein.
Mit der Sanierung im Passivhausstandard wird auch
eine Lüftungsanlage mit
Wärmerückgewinnung eingebaut, die zu einer
erheblichen Verbesserung der Raumluftqualität in den
Unterrichtsräumen beitragen wird. In der ersten
Bauphase werden ein Lehrrestaurant, ein Klassenraumtrakt
und eine Lernlandschaft neu angebaut. Im Bestand werden
unter anderem eine Lehrküche, Sanitäranlagen und
die Verwaltung komplett modernisiert. Im Gebäude
4 sind insbesondere die Schaffung eines multifunktionalen
Informations- und Kommunikationszentrums und die
energetische Sanierung geplant. Mit der Planung der ersten
drei Abschnitte ist das Detmolder Architekturbüro pape
oder semke betraut.
Die Bauarbeiten beginnen: Klaus Kuhlmann vom Eigenbetrieb
Schulen, Heinrich Janzen vom FFB, Architekt Harald Semke,
Landrat Friedel Heuwinkel, Reiner Meier von der Baufirma
Meier, Kreisarchitekt Jan Kehl, Architektin Monika Marasz,
FBB-Schulleiter Heinrich Hasse, Projektleiter Peter
Buschmann