Ein neues Gesicht für das Naturdenkmal - Film
über Fürstenallee feiert Premiere
Eine lippische Baumallee schreibt Filmgeschichte. Vor
über vierzig Jahren diente die Fürstenallee als
Filmkulisse im "Die Schlangengrube und das Todespendel" von
Edgar Allan Poe, heute spielt sie selbst die Hauptrolle.
Die beiden Naturfilmer Sarah Herbort und Robin Jähne
aus Detmold präsentierten im Bürgerhaus Schlangen
jetzt gemeinsam mit dem Kreis Lippe den Dokumentarfilm "Die
Fürstenallee - ein neues Gesicht für das
Naturdenkmal" der Öffentlichkeit.
"Zuerst trieb der plötzlich aufkommende Wind den
künstlichen Nebel in die falsche Richtung, dann
reichte es für eine Einstellung, bevor sich das Licht
der blauen Stunde verabschiedet hatte", plauderte Sarah
Herbort aus dem Nähkästchen. Als nicht immer ganz
einfach gestalteten sich die Dreharbeiten zu dem Film. Was
dabei herausgekommen ist, faszinierte bei der Premiere
jedoch die über 200 anwesenden Gäste. Seit diesem
Jahr zeigt die Fürstenallee im Abschnitt zwischen
Haverkampsee und Kreisaltenheim mit den über 300
neugepflanzten Jungeichen bereits ihr neues Gesicht. Die
beiden Naturfilmer haben die zweijährigen Arbeiten in
der Fürstenallee filmerisch begleitet. Aus vielen
Stunden Filmmaterial, allein 40 Stunden verbrachten die
beiden am Schnittpult, ist ein knapp 30-minütiger Film
entstanden, der die erste Episode der Rettung dieses
einzigartigen Natur- und Baudenkmals zeigt und
außerdem die Geschichte und die Tierwelt der
Fürstenallee ausführlich dokumentiert. Herbort
und Jähne setzten dazu besondere Techniken wie
Zeitraffer oder atemberaubende Kamerafahrten ein. So
scheint ein gefällter Baum direkt auf den Betrachter
zu fallen oder die Frucht einer Eiche in Sekundenschnelle
zu wachsen. Zur Filmpremiere sprachen Landrat Friedel
Heuwinkel und Petra Mücke, Vorsitzende des Heimat- und
Verkehrsvereins Oesterholz-Haustenbeck ein Grußwort
und dankten den Filmemachern für die tolle Arbeit.
"Sie haben ein Werk auf die Beine gestellt, das uns noch in
vielen Jahren an die Umgestaltung der Fürstenallee
erinnern wird", betonte Heuwinkel. "Gratulation und Respekt
für eine tolle Leistung um ein wichtiges
Teilstück der Deutschen Alleenstrasse, die durch den
Film für die Nachwelt dokumentiert werden konnte",
sprach Erwin Pfeiffer vom Vorstand der AG Deutsche
Alleenstraße den örtlichen Akteuren aus. Im
Anschluss daran berichteten die beiden Naturfilmer
über ihre Erlebnisse während der
außergewöhnlichen Dreharbeiten zu einem nicht
alltäglichen Thema. Den Filmern gelang es, neben der
reinen Dokumentation auch tiefe Einblicke in die Natur der
Allee zu geben, beispielsweise wenn Fledermäuse vor
den bildfüllend aufgehenden Vollmond fliegen oder ein
barocker Baumeister in einem authentischen Kostüm in
die Entstehungszeit der Fürstenallee führt.
"Wirkungsvoll untermalt mit passender Musik des
international renommierten "ensemble vinorosso" unter dem
Weltklasse-Klarinettisten Florian Stubenvoll ist der Film
informativ, kurzweilig und humorvoll", verspricht Robin
Jähne.
Er ist auf DVD, VHS-Kassette oder Blu-ray-Disc
erhältlich und kann für 9,90 Euro unter naturfilm@robinjaehne.de
oder unter (0 52 31) 48 24 6 bestellt werden.
BUZ: Geben einen außergewöhnlichen Einblick auf
die Fürstenallee: Robin Jähne und Sarah Herbort
drehen aus ungewöhnlicher Perspektive und zu jeder
Tageszeit.