Investition in die Zukunft - Bildungsforum des Kreises in
der Lipperlandhalle
Bildung ist ein wesentlicher Faktor für die
wirtschaftliche und soziale Entwicklung von Kommunen. Im
Zeitalter der Globalisierung, des demographischen Wandels
und neuer Herausforderungen im Bereich der
(vor-)schulischen und außerschulischen Bildung steht
auch der Kreis Lippe im Wettbewerb mit anderen Regionen.
Gefragt sind optimale Standortbedingungen für die
Menschen in der Region. Dazu zählen gut ausgebaute und
vernetzte Bildungseinrichtungen von der KiTa bis zur
Weiterbildung, die ein gemeinsames Ziel vor Augen haben:
Lippe als Bildungsregion stark machen. Auf dem
Bildungsforum in der Lipperlandhalle stellte Landrat
Friedel Heuwinkel gemeinsam mit den
Bildungsverantwortlichen des Kreises jetzt das erste
Arbeitsprogramm für das Bildungsmanagement Lippe vor.
Dazu war auch die NRW-Ministerin für Schule und
Weiterbildung, Sylvia Löhrmann, eingeladen. Wegen
einer wichtigen Plenarsitzung musste sie kurzfristig ihre
Teilnahme absagen. An ihrer Stelle nahm Volker Theimann,
Referatsleiter des Ministeriums für Schule und
Weiterbildung, an dem Forum teil und trug die Rede der
Ministerin vor. Bildung wird vor allem vor Ort vermittelt:
In Städten, Kreisen und Regionen durchlaufen die
Menschen ihre Bildungsbiographie - von
der frühkindlichen Bildung bis hin zur Weiterbildung.
Damit das Lernen im gesamten Lebenslauf erfolgreich sein
kann, müssen die Bildungsstationen und
Bildungsangebote vor Ort wie ein stimmiges, integriertes
System aufeinander bezogen und abgestimmt sein. Darum ging
es auch bei dem Forum: "Mit den vorhandenen innovativen
Strukturen der Lippe Bildung eG und des Bildungsbüros
verfügt die Bildungsregion Lippe bereits über
gute Voraussetzungen für die gemeinsame Förderung
und Weiterentwicklung von Erziehung, Betreuung und
Bildung", betonte der Landrat. Im Programm "Lernen vor Ort"
des Bundesministeriums für Bildung und Forschung setzt
der Kreis Lippe mit dem Bildungsbüro, der
Bildungsgenossenschaft, dem Kreisjugendamt in Kooperation
mit den vier weiteren lippischen Jugendämtern sowie
der Stiftung Standortsicherung verschiedene Handlungsfelder
- Bildungsmonitoring, Bildungsberatung,
Bildungsübergänge, Wirtschaft/Technik/ Umwelt und
Wissenschaft sowie Familienbildung/Elternarbeit - um und
baut regionale Netzwerke auf. Volker Theimann hob hervor,
dass Bildung eine Investition in die Zukunft sei und
betonte: "Bildung schafft Teilhabe in der Gesellschaft und
stärkt Kommunen als Bildungsregion und
Wirtschaftsstandort. Das kommunal-staatliche Zusammenwirken
und die zivil-gesellschaftliche Verantwortung werden in
Lippe auf Basis der geschaffenen Strukturen und der
bestehenden Netzwerke in vorbildlicher Weise wahrgenommen".
In einem Talk sprachen Vertreter von Kreis, Kommunen,
Wirtschaft und Bezirksregierung dann abschließend
über Chancen, Ziele und Perspektiven der
Bildungsregion Lippe und die Wichtigkeit von
Bildungsnetzwerken. In der Gesprächsrunde machten sie,
wie wichtig die Ausbildung junger Menschen für die
heimische Wirtschaft ist, die nach qualifizierten
Fachkräften sucht. "Hier stehen die lippischen
Kommunen gemeinsam mit dem Kreis in einer besonderen
Verantwortung", so Eberhard Block, Sprecher der
Bürgermeister.
BUZ: Unverzichtbar: Radio Lippe-Moderator Thorsten Wagner
sprach mit Volker Theimann, Landrat Friedel Heuwinkel und
Hans Böke (Kreis Lippe, von links) über Bildung
als Investition in die Zukunft.