Presseinfo 115 Europastudie

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Einheitliche Behördenrufnummer etabliert sich im europäischen Vergleich - 115 mit Innovationspotential



Die einheitliche Behördennummer 115 steht im europäischen Vergleich gut da. Zu diesem Ergebnis kommt die im Auftrag des Bundesinnenministeriums erstellte empirische Studie "Einheitliche Behördenrufnummern in der Europäischen Union" des Potsdamer eGovernment Competence Centers IfG.CC.

"Die Studie zeigt erstmals einen Gesamtüberblick über alle in Europa bestehenden einheitlichen Behördenrufnummern", erläutert Thomas Wolf-Hegerbekermeier, 115-Projektleiter im Kreis Lippe. Sie verdeutlicht, dass dem telefonischen Zugang zur öffentlichen Verwaltung in Europa eine große Bedeutung beigemessen wird: Neben Deutschland haben bislang zwölf weitere europäischen Staaten einen vergleichbaren telefonischen Bürgerservice eingeführt, etwa die 1700 in Belgien, die 1881 in Dänemark, die 3939 in Frankreich oder die 1500 in Griechenland. Sechs weitere Mitgliedstaaten planen die Einführung einer einheitlichen Behördenrufnummer.

"Deutschlands 115 hat nicht nur durch die Definition einheitlicher Standards und eines Serviceversprechens viel zu bieten, sondern insbesondere durch die ebenenübergreifende Vernetzung von Kommunen, Ländern und Bund und die hierfür genutzte gemeinsame Wissensdatenbank", unterstreicht Wolf-Hegerbekermeier. Die IT-Beauftragte der Bundesregierung, Staatssekretärin Cornelia Rogall-Grothe, erklärt: "Erstmals ist es mit Unterstützung der EU-Mitgliedstaaten gelungen, einen Gesamtüberblick verschiedener Ansätze europäischer einheitlicher Behördenrufnummern für Bürgerinnen und Bürger zu erlangen. Aufgrund seiner besonderen Servicearchitektur bietet D115 sogar Innovationspotenzial für andere EU-Mitgliedstaaten. Dank der Studie wissen wir aber auch, an welchen Stellen wir noch besser werden können." Entwicklungspotential besteht für Deutschland bei der flächendeckenden Erreichbarkeit des 115-Service und der Verbindung mit anderen Servicekanälen.

Die Studie hat in einem Gesamtansatz alle 27 EU-Mitglieds­staaten untersucht. Sofern eine einheitliche Behördenrufnummer vorlag, wurden anhand von Fallstudien Besonderheiten und Gemeinsamkeiten nationaler Lösungen sichtbar gemacht. Die Studie zeigt Wege zu einer möglichen stärkeren europäischen Vereinheitlichung von Behördenrufnummern auf und formuliert Handlungsempfehlungen. Die Studie kann den EU-Mitgliedstaaten als Orientierungsrahmen dienen und Grundlage für langfristige, staatenübergreifende Kooperationen zur Verbesserung des Bürgerservices vor Ort sein.

Die Studie "Einheitliche Behördenrufnummern in der Europäischen Union" und weitere Informationen zu diesem Thema gibt es im Internet unter www.d115.de oder einfach telefonisch unter der 115.