Presseinfo 115 Kooperation

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Verwaltungen in OWL kooperieren bei Telefondiensten - 115 als gelungenes Beispiel

Seit nunmehr einem Jahr bieten die Städte Bielefeld und Bad Salzuflen sowie der Kreis Lippe die einheitliche Behördenrufnummer 115 an. Die gemeinsame Arbeit im Verbund der bundesweit rund 30 115-Pilotregionen hat die Verwaltungen in OWL enger zusammenrücken lassen. "Auch in Zeiten anhaltender Finanzknappheit suchen wir mit dem BürgerServiceCenter - BSC - nach Wegen, um kundenfreundliche Verwaltung gestalten zu können", erklärt Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen. Zusammen mit dem lippischen Landrat Friedel Heuwinkel und dem Bad Salzufler Bürgermeister Dr. Wolfgang Honsdorf warf er einen Blick auf gelungene Beispiele interkommunaler Kooperation in OWL.

"Die Einrichtung eines eigenen telefonischen Servicecenters für das Staatsbad erschien seinerzeit wirtschaftlich nicht sinnvoll, denn ein Stadtgebiet mit 55.000 Einwohnern generiert dafür nicht genügend Anrufvolumen", berichtet Bürgermeister Dr. Honsdorf. Deswegen suchte Bad Salzuflen einen Partner für ihr 115-Angebot und fand ihn in Bielefeld. Wer in den anderen lippischen Kommunen die 115 wählt, gelangt in das Servicecenter der Kreisverwaltung. "Als Kreis beauskunften wir seit einem Jahr in unserem Bürgerservice Verwaltungsdienstleistungen aus ganz Lippe und weit darüber hinaus", erklärt Landrat Friedel Heuwinkel.

"Seit dem Start der 115 im März 2009 haben in den drei beteiligten Kommunen in OWL durchschnittlich 960 Anrufer im  Monat den Service genutzt", berichtet der Bielefelder Oberbürgermeister. Bundesweit waren es bisher über eine Million Bürger, die den 115-Service in Anspruch genommen haben, 600.000 in Nordrhein-Westfalen.  Alle 115-Pilotregionen garantieren, dass jeder Anrufer innerhalb von 30 Sekunden einen Mitarbeiter persönlich am Telefon hat.

Um diesen Service auf jeden Fall auch bei steigenden Anrufzahlen einhalten zu können, vereinbarten nun Oberbürgermeister Pit Clausen und Landrat Friedel Heuwinkel einen gegenseitigen 115-Überlauf. "Wer also künftig die 115 in Lippe wählt und nicht innerhalb des versprochenen Zeitraumes einen Mitarbeiter unseres Bürgerservices am Apparat hat, wird automatisch in das BSC weitergeleitet", erläutert Landrat Heuwinkel. Auch umgekehrt können die Mitarbeiter im BSC nun auf die Hilfe des lippischen Bürgerservices zählen.

Diese Zusammenarbeit der drei Verwaltungen in OWL zeigt einmal mehr, welche Möglichkeiten moderne Kommunikationstechnik auch für Verwaltungsdienste bietet. "Mit dieser 115-Vereinbarung haben wir die Erreichbarkeit unserer Verwaltung in Bad Salzuflen sowohl zeitlich als auch inhaltlich verbessert", freut sich der Bürgermeister des Staatsbades. Über die einheitliche Behördenrufnummer 115 können die Bürger nicht nur Auskünfte zu einer bestimmten Verwaltung erlangen, sondern bundesweit zu allen 45 teilnehmenden Kommunen, Landes- und Bundesbehörden. "Die 115 ist damit weit mehr als nur irgendeine Auskunftsnummer, sondern bietet behördenübergreifende Informationen der öffentlichen Verwaltung, und das überregional. "Die 115 ist eine gute Idee, denn an Bürgernähe und Serviceorientierung kommt niemand mehr vorbei", sind sich die drei Behördenchefs sicher. Sie rufen deswegen alle Verwaltungen von Bund, Ländern und Kommunen dazu auf, den Beitritt in den D115-Verband zu prüfen und so weitere Möglichkeiten der interkommunalen Kooperation zu nutzen.

Der erste Jahresbericht sowie weitere Informationen zu dem Projekt D115 sind abrufbar unter www.d115.de.

 

BUZ: Gelungene Kooperation: Landrat Friedel Heuwinkel, Bürgermeister Dr. Wolfgang Honsdorf und Bürgermeister Pit Clausen warfen gemeinsam einen Blick auf die interkommunale Zusammenarbeit in OWL am Beispiel der 115.