Kurze Wege und gute Qualität - "Straßenprojekt
Lippe" läuft seit zwei Jahren erfolgreich
Bundesweit zum ersten Mal organisiert eine
Kommune in Zusammenarbeit mit einem privaten
Partner die Sanierung und den Erhalt eines
Straßennetzes über knapp 25 Jahre. Vor zwei
Jahr haben der Kreis Lippe und die Eiffage Bau GmbH den
Straßenerhaltungsvertrag unterschrieben. Viel ist
seitdem passiert. Derzeit bekommt die Kreisstraße 58
in Barntrup eine neue Fahrbahndecke.
Bis heute hat die Eiffage 103 Maßnahmen auf über
130 Kilometern der lippischen Kreisstraßen umgesetzt.
"Die Zahlen zeigen, dass unser Straßenprojekt auch im
zweiten Jahr hervorragende Ergebnisse erzielt", betont
Landrat Friedel Heuwinkel. "Insgesamt wollen wir in 2011
weitere 12 Maßnahmen auf knapp 20 Kilometern
Kreisstraßen abschließen", unterstreicht Georg
Spoden, Geschäftsführer der Eiffage Bau GmbH.
Bis 2033 soll der Instandhaltungsstau der lippischen
Kreisstraßen von über 50 Millionen Euro abgebaut
und dem Wertverlust durch bisher zu geringe Investitionen
entgegengesteuert werden. Rainer Huneke, technischer
Eigenbetriebsleiter Straßen beim
Kreis, hebt noch einmal den großen Vorteil des
Straßenprojektes hervor: "Bisher hat der Kreis
Sanierungsmaßnahmen immer dann durchgeführt,
wenn entsprechende Haushaltsmittel zur Verfügung
standen. Jetzt wird eine schadhafte Straße Instand
gesetzt, wenn es erforderlich ist. Und das nicht nur
provisorisch".
Koordiniert werden die Arbeiten in der
Eiffage-Niederlassung in Bad Salzuflen und beim
Eigenbetrieb Straßen des Kreises. Durch den Sitz in
Lippe sind die Wege im Kreisgebiet besonders kurz. "Hierbei
sind wir bemüht, die im Zusammenhang mit diesen
umfassenden Straßenbauarbeiten stehenden
Vorgänge so unbürokratisch wie möglich zu
handhaben", sagt Huneke. Die Eiffage Bau GmbH zahlt ihre
Steuern in Lippe und hat bereits neue Arbeitsplätze in
der lippischen Niederlassung geschaffen. Darüber
hinaus arbeitet sie eng mit hiesigen Firmen zusammen. "Im
Vorfeld des Straßenprojektes gab es einige Vorbehalte
aus den Städten und Gemeinden. Jetzt stehen viele
Bürger, die zuständigen Bauämter und auch
Bürgermeister dem Projekt offener gegenüber und
sehen die gute Arbeit, die unser Partner leistet", so
Huneke. "Wir arbeiten eng mit den Kommunen zusammen und
nutzen Synergien, zum Beispiel wenn Bauleistungen von Kreis
und Stadt zusammenfallen. So profitieren alle Seiten
davon".
Auch im Hinblick auf die kommenden Jahre zieht Landrat
Heuwinkel ein positive Bilanz: "Die Investitionen, die der
Kreis über knapp 25 Jahre tätigt, sind eine
wichtige Investition in den Standort Lippe. Denn eine gute
Verkehrsinfrastruktur ist nicht nur maßgeblich
für einen starken Wirtschaftsstandort. Sie erhöht
auch die Lebens- und Wohnqualität und ist
ausschlaggebend dafür, dass sich Menschen in unserm
Kreis ansiedeln".