Inneres in Öl und Kreide - Malerin Katja Carstensen
stellt im Kreishaus aus
Unter dem Titel "Meine Art - von Innen nach Außen"
stellt die Detmolder Autorin und Künstlerin Katja
Carstensen ab sofort ihre Bilder im Detmolder Kreishaus
aus. Brigitte Nolting, allgemeine Vertreterin des Landrats,
zeigte sich bei der Ausstellungseröffnung von den
Werken beeindruckt: "Diese Kunstausstellung lässt eine
besonders intensive Umsetzung der Gedanken der
Künstlerin auf den Leinwänden erkennen". Die
Einführung in die Vernissage übernahm Joachim
Eggers. Musikalisch umrahmt wurde der Abend mit
Harfeklängen von Nelli Dück.
Katja Carstensen wurde 1962 in Hamburg geboren. Bevor sie
2009 nach Detmold zog, lebte Carstensen 34 Jahre in
Nordfriesland. Vor einigen Jahren wurde bei ihr
Asperger-Autismus diagnostiziert. Damals hat sie begonnen,
ihre, wie sie selbst sagt, "seltsamen Reaktionen" auf ihre
Umwelt und ihre damit verbundene Überforderung zu
verstehen. Katja Carstensen lebt recht zurückgezogen,
ist aber dennoch häufig in der Natur unterwegs. Sie
drückt ihre Wahrnehmungen vorwiegend in Kreide- und
Bleistiftzeichnungen aus, ein für sie schon von
Kindesbeinen an wichtiges Ausdrucksmittel für ihre
Gedanken und Gefühle. Einige Bilder sind geplant und
zeigen das Gesicht der Künstlerin schon vor der
Fertigstellung. Die überwiegenden Werke entstehen aus
dem Innen heraus und entwickeln sich erst während der
Arbeit daran. 2010 entdeckte die Künstlerin ihre
Zuneigung zur Ölmalerei. Die Techniken hat sie sich
autodidaktisch erarbeitet. Einen festen Stil hat Carstensen
nicht: "Die Inspiration bekomme ich durch meine Umgebung",
sagt sie.
Die kostenlose Ausstellung ist noch bis zum 20. Juli im
Detmolder Kreishaus, montags bis donnerstags von 7.30 bis
18 Uhr und freitags von 7.30 bis 15 Uhr zu sehen. Weitere
Informationen gibt es beim BürgerService des Kreises
Lippe unter (0 52 31) 62-300 oder im Internet
unter www.kreis-lippe.de.
BUZ: Farbenfroh: Katja Carstensen (Mitte) präsentiert
ab sofort ihre Werke im Detmolder Kreishaus. Mit auf dem
Bild: Nelli Dück (links) und Brigitte Nolting.