Breitbandausbau in zehn Ortschaften steht vor dem
Abschluss -
In Leopoldstal erfolgt flächendeckender Ausbau
Zahlreiche Haushalte in Bentrup-Loßbruch,
Herberhausen, Klüt, Alverdissen, Eschenbruch, Humfeld,
Leopoldstal, Lieme, Lockhausen und Silixen werden in
wenigen Wochen mit schnellem Internet versorgt sein. Der
Breitbandausbau des Kreises Lippe, finanziert durch eine
Million Euro aus dem Konjunkturpaket II der
Bundesregierung, steht kurz vor dem Abschluss. Eine
zusätzliche gute Nachricht gibt es für die
Bürger in Leopoldstal: "Auch die vier Straßen,
die beim Ausbau durch die Telekom zunächst
nicht berücksichtigt wurden, werden
in den kommenden Wochen angeschlossen", berichtet Landrat
Friedel Heuwinkel.
"Obwohl Telekommunikationsdienstleistungen keine kommunalen
Aufgaben sind, haben wir den Breitbandausbau in Lippe aus
Konjunkturpaketmitteln gefördert und engagieren uns
auch jetzt weiterhin in diesem Bereich", unterstreicht der
Landrat. Er weist aber auch darauf hin, dass es in den neu
angeschlossenen Ortsteilen weiterhin Haushalte geben wird,
die keinen Internetzugang haben oder nur eine
geringfügige Verbesserung der
Übertragungsgeschwindigkeit spüren werden. "Das
hängt z.B. mit der Entfernung zum Verteilerkasten, der
Qualität von Leitungen und Kabelmuffen oder auch
anderen Vorwahlen in Randlagen der Ortschaft zusammen",
erklärt Ulrich Stephanides, Projektverantwortlicher
beim Kreis Lippe. Auch wenn der Ärger in den
betroffenen Haushalten nachvollziehbar ist, macht Landrat
Heuwinkel deutlich, dass mit einer Million Euro kein
flächendeckender Ausbau in Lippe und seinen Ortsteilen
erfolgen kann: "Die rechtlich zulässige
Höchstgrenze für Ausbauzuschüsse lag bei
200.000 Euro pro Ortsteil".
Derzeit läuft auf Initiative des Kreises in neun
lippischen Kommunen eine Bedarfsabfrage, in der ermittelt
werden soll, welche Orte unter- oder überhaupt nicht
mit Internet versorgt sind. "Wenn die Ergebnisse vorliegen,
können die Städte und Gemeinden schauen, wo sie
den Breitbandausbau weiter forcieren. Wir stehen dabei
natürlich auch weiterhin unterstützend zur
Seite", sagt Ulrich Stephanides.