Informationen aus erster Hand für Bürger,
Kommunen und Unternehmen in der Region - Lippe in
Brüssel und Düsseldorf
Wie erhalten Bürger, Kommunen oder Unternehmen
Einblick in die maßgeblichen Entscheidungen der EU?
Wer hilft weiter, Informationen über
Förderprogramme zu beschaffen und zu kommunizieren?
Wie kann Projektentwicklung und Lobbyarbeit für die
Region effektiv und nutzbringend eingesetzt werden? Diesen
Fragen ist Landrat Friedel Heuwinkel gemeinsam mit der
Lippe Tourismus & Marketing AG auf den Grund gegangen
und hat nach fast zweijähriger Vorarbeit nun die
einmalige Chance ergriffen, gleich zwei Akteure für
die ostwestfälisch-lippischen Belange an strategisch
maßgeblichen Positionen zu platzieren.
Aus dem Kreis Lippe in die belgische Hauptstadt: Birgit
Essling ist "die Neue" in Brüssel. In Zukunft arbeitet
Birgit Essling im EU-Verbindungsbüro und berichtet
künftig vor allem über kreisrelevante
Entwicklungen auf europäischer Ebene, beschafft
Informationen insbesondere zu den verschiedenen
Förderprogrammen und unterstützt Antragsteller im
Rahmen ihrer Möglichkeiten bei der Einwerbung von
Fördermitteln für konkrete Projekte. Möglich
wurde die Besetzung der Position, die deutschlandweit
einzigartig ist, durch das Engagement von Landrat Friedel
Heuwinkel und der Lippe Tourismus & Marketing AG. Seit
dem 13. April vertritt Essling nun die Region von ihrem
Brüsseler Büro aus, das sich in den
Räumlichkeiten der NRW-Vertretung bei der
Europäischen Union befindet. Sie begleitet die
Diskussionen über künftige
Strukturförderungen und wichtiger politischer
Entscheidungen und versucht, deren Auswirkungen für
die Kommunen auszuloten. Die Arbeitssprachen in
Brüssel sind französisch, englisch und deutsch,
wobei es insgesamt 23 Amtssprachen gibt. Für Birgit
Essling bedeutet dies, dass sie zwar grundsätzlich
vieles auf Deutsch erledigen kann. Bei dringenden Anliegen
greift sie aber auch auf ihre Französisch- und
Englischkenntnisse zurück. "Zahlreiche Kommunen sind
in Sachen Europapolitik eher zurückhaltend, obwohl
mittlerweile über 65 Prozent aller Fragen, die
Verwaltungen oder deutsche Unternehmen und Konsumenten
betreffen, ihren Ursprung in Brüssel haben" berichtet
Essling.
Aus dem Kreis Lippe in die Landeshauptstadt NRW: Dr. Klaus
Schafmeister ist "der Neue" in Düsseldorf. Sein
Büro im Landkreistag NRW ist Sammelstelle
vielfältiger Aktivitäten und Projektentwicklungen
für die Region OWL und ermöglicht die
Präsentation der heimischen Potenziale in der
Landeshauptstadt. Dr. Klaus Schafmeister ist begeistert:
"Durch die Brückenfunktion Lippe, Düsseldorf und
Brüssel profitieren der Kreis und die gesamte Region
sehr, denn so können innovative Entwicklungen, Chancen
und Anregungen auf kurzem Weg den Entscheidungsträgern
in Brüssel näher gebracht und Argumente
ausgetauscht werden." So profitieren derzeit gerade die
ländlichen Räume in NRW von den
Ziel2-Förderungen aus der EU. "Keine Angst also vor
EU-Fördermitteln. Und damit ihr Antrag nicht sofort
scheitert, beachten Sie bitte besonders die formalen
Kriterien bei der Antragsstellung", berichtet Schafmeister.
BuZ: Die "Staffelübergabe" für das
Europabüro (v.l.n.r.): Günter Weigel, Vorstand
Lippe Tourismus & Marketing AG, Landrat Friedel
Heuwinkel, Thomas Wolf-Hegerbekermeier, Leiter
Wirtschaftsförderung Kreis Lippe, Birgit Essling,
Leiterin EU-Verbindungsbüro Landkreistag NRW, Dr.
Klaus Schafmeister, Projektentwicklung Kreis Lippe, Udo
Röllenblech, Leiter europe direct Informationscenter
Kreis Steinfurt, Landrat Thomas Kubendorff, Präsident
des Landkreistages NRW, Dr. Martin Klein,
Hauptgeschäftsführer Landkreistag NRW.