Kreis legt Budget 2011 vor - Erneute Einigung zur
Kreisumlage
Landrat Friedel Heuwinkel und Kreiskämmerer Frank
Schäfer haben in der Kreistagssitzung ihren Entwurf
für den Haushalt 2011 des Kreises Lippe vorgelegt.
Vorangegangen waren erneut intensive Diskussionen mit den
lippischen Städten und Gemeinden. "erfreulich ist,
dass wir bereits seit Jahren durch unser Berechnungsmodell
zur Kreisumlage Einvernehmen über
das Verfahren erzielen und uns schließlich auf eine
Summe mit den Städten und Gemeinden einigen", so
Landrat Heuwinkel und Kreiskämmerer Schäfer bei
der Einbringung des Haushalts.
Auch für 2011 haben der Kreis und die Kommunen auf
Grundlage der für das Jahr 2010 vereinbarten
Berechnungen (insb. Die Kosten für den gesamten
Sozialbereich, hauptsächlich SGB II und die
Landschaftsumlage) in einem konstruktiven Miteinander
Einvernehmen über die Höhe der Kreisumlage von
168,4 Millionen Euro vor. Erstmals seit Jahren geht der
Kreis von nicht unerheblichen Einsparungen bei den
Grundsicherungsleistungen für Arbeitsuchende aufgrund
sinkender Fallzahlen und einr etwas höheren
Bundeserstattung aus. Alle übrigen Sozialbereiche
steigen jedoch wie in den Vorjahren an. Außerhalb
dieser Bereiche werden aber alle sonstigen
Veränderungen, insb. bei Personal- und Sachkosten,
intern durch Konsolidierungsmaßnahmen aufgefangen, so
dass diese nicht umlagewirksam werden, hebt
Kreiskämmerer Schäfer hervor, der diesen erneuten
Konsolidierungsbeitrag des Kreises mit rund 4 Millionen
Euro beziffert. Die Jugendamtsumlage, die der Kreis von den
Kommunen erhebt, die über kein eigenes
Jugendamt verfügen, steigt nach
gegenseitiger Absprache mit den Städten und Gemeinden
erneut um 3 Millionen Euro und beträgt nunmehr 32,5
Millionen Euro. Im Gesamtergebnisplan 2011 stehen
Erträge in Höhe von 324,8 Millionen Euro
Aufwendung von 328,2 Millionen Euro gegenüber. Er
weist damit für die laufende Verwaltungstätigkeit
ein Defizit von 3,4 Millionen Euro auf. "Die Defizite
können wir einmalig noch aus der
Ausgleichrücklage decken, die zum Jahresende 2010
entgegen den ursprünglichen Erwatungen nicht
vollständig aufgezehrt, sondern einen Bestand von rund
4,9 Millionen Euro haben wird", berichtet Kämmerer
Frank Schäfer. "Der Kreis Lippe steht in der
Verantwortung, mit seiner Finanzpolitik auch
auf die Haushaltsituation der
Städte und Gemeinden Rücksicht zu nehmen", so der
Landrat. "Sollen sich beispielsweise durch die
endgültige Festsetzung der Landschaftsumlage noch
Verringerungen gegenüber dem jetzigen Planungsstand
ergeben, wird der Kreis diese 1:1 durch eine Verringerung
der Kreisumlage weitergeben," betont er. Damit werde die
Kreisumlage dann auf den Stand von 2010
bleiben.