Hausmüllmengen 2009: Dreiviertel der Abfallmenge
wiederverwertet
Rund 143600 Tonnen Abfall haben die Lipper in 2009
produziert. Das geht aus den Abfalldaten des vergangenen
Jahres hervor, die der Kreis Lippe zusammen gestellt hat.
Auf jeden einzelnen Einwohner entfallen damit 405,7
Kilogramm. Diese Zahlen sind vergleichbar mit 2008. "Die
Abfallmengen im Kreis Lippe stagnieren auf einem niedrigen
Niveau. Landesweite Durchschnittswerte liegen mit 467
Kilogramm pro Einwohner deutlich höher", weiß
Annette Büscher-Werner vom Fachgebiet Abfallwirtschaft
des Kreises. Den größten Anteil in der
Gesamtmenge nimmt der grüne Abfall mit rund 52941
Tonnen ein, gefolgt vom Hausmüll mit 31822 Tonnen und
Papier mit 27078 Tonnen.
"Von der gesamten Abfallmenge wurden über 75 Prozent
einer Verwertung zugeführt", berichtet
Büscher-Werner. Die Zahlen setzen sich zu mehr als
einem Drittel aus Bio- und Grünabfällen
zusammen, die im Kompostwerk in Lemgo, aber auch über
verschiedene Kompostplätze verwertet werden. Etwa 20
Prozent fallen auf Papier, Pappe und Kartonagen, die
über die blauen Tonnen gesammelt und dem
Altpapier-Recycling zugeführt werden. Weitere rund 20
Prozent kommen durch Glas, über den Gelben Sack
gesammelte Leichtstoffverpackungen, Sperrmüllanteile
sowie weitere Wertstoffe wie Textilien Styropor oder Korken
zusammen. "Auch diese hohen Verwertungsquoten spiegeln
sich in den landesweiten Vergleichsdaten wider",
weiß die Kreismitarbeiterin. "Hier nimmt der Kreis
Lippe sowohl bei den erfassten Wertstoffmengen Glas,
Papier, Pappe, Karton, Leichtstoffverpackungen und den Bio-
und Grünabfällen einen Spitzenplatz ein. Aus dem
Gewerbe wurden im Jahr 2009 rund 19000 Tonnen in den
beauftragten Entsorgungsanlagen beseitigt. Verwertbare und
gefährliche Stoffe sind bei den gewerblichen
Abfallstoffen nicht erfasst.
Die im Jahr 2007 in zehn Kommunen im Kreis Lippe
eingeführte Saisonbiotonne ist auch im Jahr 2009
auf gute Resonanz gestoßen. So haben die
lippischen Bürger etwa 600 weitere Tonnen angefordert.
Das entspricht einer Steigerung seit Einführung der
Saisonbiotonne um 36 Prozent. Interessenten können
sich direkt an ihre Stadt- oder Gemeindeverwaltung wenden.