Presseinfo Leitstellenbilanz2011

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57.959 Einsätze in Lippe - Feuerschutz- und Rettungsleitstelle zieht Bilanz



365 Tage im Jahr und 24 Stunden rund um die Uhr können sich hilfesuchende Menschen aus dem gesamten Kreisgebiet an die Feuerschutz- und Ret­tungs­leitstelle des Kreises Lippe wenden. Die Leitstelle mit Standort am Feuer­wehrausbildungszentrum (FAZ) Lemgo ist Einsatz­zentrale für alle Einsätze des Rettungsdienstes, der Feuer­wehren und bis dato auch des Notfalldienstes im Kreis Lippe. Im Jahr 2010 haben die Mitarbeiter hier 34.191 Rettungsdienstein­sätze, 16.310 kas­sen­ärztliche Notfalldienste, 3.019 Brand- und Hilfeleistungs­einsätze der Feuerwehr sowie 4.364 sonstige Telefon­dienste und Beratungen disponiert. Diese Einsatzbilanz stellte Landrat Friedel Heuwinkel jetzt gemeinsam mit dem Team des Bevölkerungsschutzes im FAZ vor.

Alle Tätigkeiten der Feuerschutz- und Rettungsleitstelle wer­den in einem Einsatzleitsystem erfasst und dokumentiert. Später erfolgt die Auswertung und Analyse der Daten über die Einsatzleitsoftware COBRA. "Im Vergleich zu 2008 ist in 2010  eine deutliche Steigerung der Einsätze in fast allen Bereichen der Leit­stelle zu erkennen", erläutere der Landrat. So stiegen die Feuer­wehr­ein­sätze um gut 300. Auch im Bereich des Rettungs­dienstes verzeichnet die Leit­stell­e lippeweit stei­gende Einsatzzahlen bei der Not­fallrettung mit Ret­tungswagen und Notarzt. Während die Leistelle 2008 noch 30.334 Einsatzfahrten zu verzeichnen hatte, waren es im vergangenen Jahr 34.191. Der Rettungshubschrauber war 147 Mal im Einsatz und damit 14 Mal mehr als in 2008. Um den Rettungsdienst innerhalb des Kreisgebietes sicherzu­stellen, stehen der Leit­stelle permanent 17 Rettungswagen, vier Notarztwagen sowie tagsüber fünf Krankentransport­fahrzeuge zur Verfügung. Für den Feuer­schutz und die Hil­feleistungen in den 16 lippischen Städten und Gemein­den sor­gen über 2.600 haupt- und ehrenamtliche Feuer­wehrleute mit 300 Feuer­wehrfahrzeugen in 85 Feuerwachen. "Mit dieser Infra­struktur ist es möglich, bei Notfalleinsätzen in schnellst­möglicher Zeit nach Eingang des Not­rufes die Einsatz­stelle zu erreichen", berichtete Mein­olf Haase, Leiter des Bevöl­kerungs­schutzes beim Kreis Lippe. Für Großeinsätze stehen mehrere Sonder­fahrzeuge des Ret­tungs­dienstes bereit, darunter ein Notfall­einsatz­con­tainer, ein Dekontaminierungs­container und zwei Ein­satz­leit­wagen, die mit ihren speziell aus­ge­bildeten Be­satzungen Ein­sätze an Groß­schadensstellen über­­­nehmen kön­nen.

Von 2005 bis zum 31. Januar 2011 hat die Leitstelle an den Wochen­en­den, mittwochnachmittags und nachts auch die Anrufe für den Kassenärztlichen Notdienst für die Bereiche Kal­le­tal, Lem­go, Lage, Bad Salzuflen, Horn-Bad Meinberg sowie Detmold und damit für rund 290.000 Einwohner wahrgenommen. "Ab dem 1. Februar gibt es für Nordrhein-Westfalen eine einheitliche Rufnummer, die auf ein Callcenter in Duisburg geschaltet ist", erklärte Heuwinkel. "Von dort wird dann der örtlich zuständige Notdienst informiert." In jedem Notdienstbezirk werden jeweils zwei Ärzte Dienst haben. Während ein "mobiler Arzt" Hausbesuche macht, wird ein zweiter "stationärer Arzt" Patienten in der Praxis versorgen.

Patienten erreichen den Notdienst ab sofort unter (0 180) 50 44 100.

BUZ: Immer einsatzbereit: Disponent Marcus Saueressig mit (hinten von links) Joachim Klink (Kreis Lippe), Landrat Friedel Heuwinkel, Meinolf Haase und Leitstellenleiter Fred Bergmeyer.