57.959 Einsätze in Lippe - Feuerschutz- und
Rettungsleitstelle zieht Bilanz
365 Tage im Jahr und 24 Stunden rund um die Uhr können
sich hilfesuchende Menschen aus dem gesamten Kreisgebiet an
die Feuerschutz- und Rettungsleitstelle des
Kreises Lippe wenden. Die Leitstelle mit Standort am
Feuerwehrausbildungszentrum (FAZ) Lemgo ist
Einsatzzentrale für alle Einsätze des
Rettungsdienstes, der Feuerwehren und bis dato auch
des Notfalldienstes im Kreis Lippe. Im Jahr 2010 haben die
Mitarbeiter hier 34.191 Rettungsdiensteinsätze,
16.310 kassenärztliche Notfalldienste, 3.019
Brand- und Hilfeleistungseinsätze der Feuerwehr
sowie 4.364 sonstige Telefondienste und Beratungen
disponiert. Diese Einsatzbilanz stellte Landrat Friedel
Heuwinkel jetzt gemeinsam mit dem Team des
Bevölkerungsschutzes im FAZ vor.
Alle Tätigkeiten der Feuerschutz- und
Rettungsleitstelle werden in einem Einsatzleitsystem
erfasst und dokumentiert. Später erfolgt die
Auswertung und Analyse der Daten über die
Einsatzleitsoftware COBRA. "Im Vergleich zu 2008 ist in
2010 eine deutliche Steigerung der
Einsätze in fast allen Bereichen der Leitstelle
zu erkennen", erläutere der Landrat. So stiegen die
Feuerwehreinsätze um gut 300. Auch im
Bereich des Rettungsdienstes verzeichnet die
Leitstelle lippeweit steigende Einsatzzahlen
bei der Notfallrettung mit Rettungswagen und
Notarzt. Während die Leistelle 2008 noch 30.334
Einsatzfahrten zu verzeichnen hatte, waren es im
vergangenen Jahr 34.191. Der Rettungshubschrauber war 147
Mal im Einsatz und damit 14 Mal mehr als in 2008. Um den
Rettungsdienst innerhalb des Kreisgebietes
sicherzustellen, stehen der Leitstelle permanent
17 Rettungswagen, vier Notarztwagen sowie tagsüber
fünf Krankentransportfahrzeuge zur
Verfügung. Für den Feuerschutz und die
Hilfeleistungen in den 16 lippischen Städten und
Gemeinden sorgen über 2.600 haupt- und
ehrenamtliche Feuerwehrleute mit 300
Feuerwehrfahrzeugen in 85 Feuerwachen. "Mit dieser
Infrastruktur ist es möglich, bei
Notfalleinsätzen in schnellstmöglicher Zeit
nach Eingang des Notrufes die Einsatzstelle zu
erreichen", berichtete Meinolf Haase, Leiter des
Bevölkerungsschutzes beim Kreis Lippe.
Für Großeinsätze stehen mehrere
Sonderfahrzeuge des Rettungsdienstes bereit,
darunter ein Notfalleinsatzcontainer, ein
Dekontaminierungscontainer und zwei
Einsatzleitwagen, die mit ihren speziell
ausgebildeten Besatzungen Einsätze
an Großschadensstellen
übernehmen können.
Von 2005 bis zum 31. Januar 2011 hat die Leitstelle an den
Wochenenden, mittwochnachmittags und nachts auch
die Anrufe für den Kassenärztlichen Notdienst
für die Bereiche Kalletal, Lemgo, Lage,
Bad Salzuflen, Horn-Bad Meinberg sowie Detmold und damit
für rund 290.000 Einwohner wahrgenommen. "Ab dem 1.
Februar gibt es für Nordrhein-Westfalen eine
einheitliche Rufnummer, die auf ein Callcenter in Duisburg
geschaltet ist", erklärte Heuwinkel. "Von dort wird
dann der örtlich zuständige Notdienst
informiert." In jedem Notdienstbezirk werden jeweils zwei
Ärzte Dienst haben. Während ein "mobiler Arzt"
Hausbesuche macht, wird ein zweiter "stationärer Arzt"
Patienten in der Praxis versorgen.
Patienten erreichen den Notdienst ab sofort unter (0 180)
50 44 100.
BUZ: Immer einsatzbereit: Disponent Marcus Saueressig mit
(hinten von links) Joachim Klink (Kreis Lippe), Landrat
Friedel Heuwinkel, Meinolf Haase und Leitstellenleiter Fred
Bergmeyer.