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Kein Gift bei toten Milanen nachweisbar - Todesursache weiter unklar



Bei den toten Rotmilanen, die Mitarbeiter des Kreises im Juni in Heiden gefunden hatten, konnte kein Gift nachgewiesen werden. So steht es im Untersuchungsbericht des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Ostwestfalen-Lippe in Detmold, der der Verwaltung seit wenigen Tagen vorliegt.

Insgesamt vier tote Rotmilane, ein Weibchen und seine drei Küken, hatten Mitarbeiter der unteren Landschaftsbehörde bei der Horstkontrolle entdeckt. Zunächst wurden die Kadaver in Detmold auf äußere Verletzungen wie Schusswunden untersucht. Das Ergebnis war negativ. Die toxikologischen Untersuchungen fanden dagegen in den Laboren des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes in Münster statt. "Das Ergebnis kann uns nicht zufrieden stellen", sagt Hilde Kapper, Leiterin der unteren Landschaftsbehörde. "Wir können lediglich Schussverletzungen und ein Verhungern der Rotmilane ausschließen, da meine Mitarbeiter bei der Bergung der toten Rotmilane zahlreiche Beutereste im Horst vorgefunden haben", führt Kapper weiter aus. Die Rotmilane seien bereits seit mehreren Tagen tot gewesen. Der Verwesungsprozess gehe darüber hinaus im Sommer sehr schnell vonstatten. "Somit könnten sich auch Giftrückstände verflüchtigt haben", erklärt sich die Kreismitarbeiterin das vorliegende Untersuchungsergebnis. Was letztlich zum Tod der Rotmilane in Heiden geführt hat, bleibt somit weiter ungewiss. "Wir werden in den kommenden Jahren die Brutplätze auch weiterhin verstärkt kontrollieren", betont Kapper das hohe Engagement der unteren Landschaftsbehörde.

Wer den Greifvogel erleben möchte, hat in diesen Tagen noch eine gute Gelegenheit dazu. Die Rotmilane sammeln sich jetzt vor ihrem Abflug in die Winterquartiere Spanien und Frankreich und können an einigen Plätzen in Lippe beobachtet werden.

 

BUZ: Kurzes Leben: So alt wie diese Jungmilane waren auch die Heidener Küken (Foto: Robin Jähne).