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Lippes Naturschätze auf 224 Seiten - Kreis, Biostation und Heimatbund stellen neues Buch vor

 

Das Lipperland zählt zu den schönsten Regionen in NRW. Von den Heidelandschaften der Senne und den waldbedeckten Höhenzügen des Teutoburger Waldes und der Egge, über das abwechslungsreiche lippische Berg- und Hügelland bis hin zur Weseraue, umfasst der Kreis eine Vielzahl von unterschiedlichen Naturräumen. Mehr als elf Prozent der Kreisfläche stehen unter Schutz - einzigartig in NRW. Einen Blick auf die Vielfalt der lippischen Natur wirft das Buch "Naturschutzgebiete in Lippe", erstellt von über 30 ehrenamtlichen Autoren und sechs Fotografen unter Federführung der Biologischen Station Lippe, des Lippischen Heimatbundes und des Kreises Lippe. Druckfrisch stellten die Herausgeber das Buch jetzt vor.

   

Naturschutzgebiete haben in Lippe eine lange Tradition. "Bereits in den 1920er Jahren wurden die Externsteine, der Donoper Teich und das Hiddeser Bent als Naturschutzgebiet offiziell ausgewiesen", berichtete Landrat Friedel Heuwinkel im Detmolder Kreishaus. Flächennutzungen haben in den vergangenen Jahrzehnten erheblich dazu beigetragen, dass Naturräume verloren gehen und damit auch gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Naturschutzgebiete sollen dem entgegenwirken. "Während ihr Flächenanteil  in Lippe im Jahr 1996 noch bei 2,6 Prozent an der gesamten Kreisfläche lag, sind es heute bereits 11,49 Prozent", bilanzierten Helmut Diekmann, Fachbereichsleiter Umwelt beim Kreis Lippe und Matthias Füller, Geschäftsführer der Biologischen Station. Grundlage für diese rasante und herausragende Entwicklung ist die Art und Weise, wie der Kreis die gesetzlich verankerte Landschaftsplanung in die Tat umgesetzt hat. Im Einvernehmen mit den Betroffenen ist es gelungen, die wertvollsten Naturräume Lippes, die zum Teil sogar europaweite Bedeutung haben, zu schützen. "Seit Mai 2009 sind alle Landschaftspläne in Lippe rechtskräftig. Die wesentliche Arbeit besteht nun darin, die Schutzgebiete zu pflegen und zu entwickeln", betonte Diekmann. Das jetzt erschienene 224-seitige Buch stellt bekannte, aber auch weniger bekannte Gebiete vom Aberg im Kalletal bis zum Windwehetal in Leopoldshöhe in Wort und Bild vor. "Fachkundige Autoren haben ehrenamtlich und mit viel Engagement ein Werk zusammengestellt, das informiert und gleichzeitig neugierig macht auf Lippes Naturräume", dankte Heimatbund-Geschäftsführer Burkhard Meier den anwesenden Autoren und Fotografen. Ein Dank ging auch an die Staff Stiftung (Lemgo), die Manfred-Engel-Stiftung (Bielefeld) und den Kreis Lippe, die das Projekt finanziell unterstützt haben.

Aufgelegt ist das Buch "Naturschutzgebiete in Lippe. Entdeckungsreise durch eine Natur- und Kulturlandschaft" beim Verlag Jörg Mitzkat aus Holzminden und ist über den Lippischen Heimatbund sowie den Buchhandel erhältlich.


 
BUZ: Geballte Autorenkraft: Burkhard Meier, Landrat Friedel Heuwinkel, Matthias Füller und Helmut Diekmann (ab 3. von rechts) präsentieren das neue Buch mit den ehrenamtlichen Schreiber und Fotografen, Verlegern und Unterstützern.