Alle Informationen auf einen Blick - Kreis gibt
Notfall-Karte heraus
In einem Notfall zählt oft jede Sekunde. Darum hat der
Bevölkerungsschutz des Kreises Lippe jetzt auf
Anregung des Kreisbehindertenbeauftragten Dieter Podewils
10.000 Notfall-Karten drucken lassen. Auch die
Gesundheitsstiftung Lippe unterstützt die Aktion. "Auf
der kleinen, handlichen Karte kann jeder Träger
wichtige Telefonnummern, Erkrankungen und Informationen,
z.B. über einzunehmende Medikamente oder
Unverträglichkeiten, eintragen", berichtet Landrat
Friedel Heuwinkel.
Zielgruppe sind nicht nur körperlich und geistig
beeinträchtigte Personen oder alte Menschen:
"Niemand ist vor möglichen Unfällen oder
plötzlich auftretenden Notfällen gefeit", betont
Dieter Podewils. "Daher raten wir Jedem, eine Notfall-Karte
bei sich zu tragen". Der Aufwand ist gering, der Nutzen
aber enorm. Das weiß auch Dr. Torsten Dammann,
Ärztlicher Leiter Rettungsdienst beim Kreis Lippe:
"Der Rettungsdienst oder Notarzt bekommt auf einen Blick
eine gute Übersicht über wichtige
persönliche Daten und mögliche Erkrankungen, auf
die wir dann entsprechend reagieren können". Die
Mitarbeiter des Rettungsdienstes sollen künftig
verstärkt darauf achten, ob der Patient eine
Notfall-Karte besitzt. Auch die Hausärzte werden
informiert und gebeten, dem Patienten bei Bedarf beim
Ausfüllen zu helfen. Die Karte sollte in der
Geldbörse mitgeführt werden. Sie ist
erhältlich in den Bürgerbüros der 16
Städte und Gemeinden und im BürgerService des
Kreises Lippe.
Weitere Informationen gibt es unter der einheitlichen
Behördenrufnummer 115.
BUZ: Alle Infos auf einen Blick: Dieter Podewils, Landrat
Friedel Heuwinkel und Dr. Torsten Dammann (von links)
stellen die Notfall-Karte vor.