103 Millionen Euro für Sozialleistungen - Kreis legt
Sozialleistungsbericht 2009 vor
Mit 103 Millionen Euro ist das Sozialleistungsbudget der
größte Leistungsblock im Haushalt des Kreises
Lippe und macht rund ein Drittel des Gesamtvolumens aus.
Insbesondere die Hartz IV-Aufwendungen stellen allein mit
63,4 Millionen Euro die größte Belastung dar -
Tendenz steigend. Hinzu kommen Aufwendungen von rund 31
Millionen Euro für Jugendhilfeleistungen. Das sind
zwei Ergebnisse des Sozialleistungsberichts 2009, den der
Kreis Lippe jetzt herausgebracht hat.
Der Bericht gewährt einen Überblick über die
sozialen Aufgaben des Kreises insgesamt und zeigt die
Entwicklung jeder einzelnen Leistung auf. Er erklärt
gesetzliche Grundlagen und Voraussetzungen und gibt
Einblick in den Umfang der Leistungsgewährung mit
Fall- und Kennzahlen. Der Grund für stetig steigende
Soziallasten liegen für Friedel Schafmeister, Leiter
Fachgebiet Soziales beim Kreis, auf der Hand: "Der
demografische Wandel und die Finanz- und Wirtschaftskrise
tragen dazu bei, dass die Leistungsempfänger nach dem
SGB II zunehmen". Im Jahr 2009 sowie im ersten Halbjahr
2010 sei der Zuwachs der Fallzahlen erfreulicherweise nicht
so dramatisch verlaufen, wie zunächst befürchtet.
"Dennoch sind auch in diesem Bereich in 2009 dem Kreis
Lippe erhebliche Mehraufwendungen für die
Unterkunftskosten entstanden, die leider durch den
Bundeszuschuss nicht im vollen Umfange kompensiert werden
konnten", so Schafmeister. Das Gesamtbudget wird
außerdem durch höhere Aufwendungen in der
Krankenhilfe und auch in der pflegerischen Versorgung
geprägt. Viele ältere Menschen sind darüber
hinaus auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen, da die
Renteneinnahmen nicht ausreichen, um die Miete und die
täglichen Ausgaben zu bestreiten. Trotz der
finanziellen Zwänge ist sich Landrat Friedel Heuwinkel
bewusst, dass der Kreis Lippe auch zukünftig seiner
Verantwortung gegenüber allen Bürgern gerecht
werden muss: "Wir werden uns auch weiterhin mit
Unterstützung der Verbände der Wohlfahrtspflege
und vieler anderer Träger sozialer Dienstleistungen
dafür einsetzen, dass jeder die Hilfen bekommt, die
für ihn notwendig sind".
Der Sozialleistungsbericht 2009 kann über die
Internetseite des Kreises Lippe unter www.kreis-lippe.de eingesehen werden.