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Kreis muss keine zusätzlichen Mittel für Straßeninstandsetzung aufbringen - Privater Partner bessert Winterschäden aus

 
Der lange harte Winter hat seine Spuren hinterlassen. Eis und Schnee haben den Straßen im Kreis Lippe teilweise stark zugesetzt. Schlaglöcher bestimmen in diesen Tagen auf vielen Straßen das Bild. Welche Mehrkosten auf die Kommunen zukommen, ist derzeit noch nicht abzusehen. Für die lippischen Kreisstraßen ist die Instandsetzung jedoch bereits gesichert und die daraus resultierenden Kosten abgedeckt. "Seit August 2009 kümmert sich unser privater Partner im Rahmen des Straßenprojektes Lippe um die Erhaltung der Kreisstraßen", berichtet Landrat Friedel Heuwinkel. "Wir bezahlen diesen wie vertraglich vereinbart über 24,5 Jahre, müssen dadurch aber jetzt keine zusätzlichen Gelder aufbringen".

Der Vertragspartner darf entgegen bisheriger Bauverträge als Abrechnungsgrundlage keine Schichten von Baustoffen einbauen, sondern schuldet dem Kreis den Straßenzustand. Dieser wird in einem Benotungssystem messtechnisch alle fünf Jahre durch den Kreis Lippe Jahre erfasst. "Dadurch ist gewährleistet, dass die Straßen nicht provisorisch geflickt, sondern auf ein gutes Niveau gebracht werden", betont Heuwinkel. Bis zur nächsten Messung im Frühjahr 2013 hat die Eiffage Bau GmbH mit Sitz in Bad Salzuflen noch viel zu tun. Neben den kurzfristigen Maßnahmen, die dieser Winter sich bringt,  müssen nach aktuellen Einschätzungen bis zu190 Kilometer der insgesamt 460 Kilometer Kreisstraßen in 175 Einzelmaßnahmen baulich Instand gesetzt werden. In 2010 sind rund 45 Maßnahmen geplant. Im März werden die K13 (Plantagenweg) in Detmold, die K29 (Asperheide) und die K30 (Biemser Straße) in Bad Salzuflen sowie die K73 (Holsterhöfer Straße) in Blomberg in Angriff genommen. Hinzu kommt eine Instandsetzung des Radweges (Biemser Straße) an der K30 in Bad Salzuflen. Kleinflächige Notreparaturen macht der Kreis im Interesse der Verkehrssicherheit auch weiterhin selbst und so schnell wie möglich. "Die Kollegen vom Betriebsdienst sind täglich auf den Straßen und beheben die Mängel", sagt Gerhard Pieper, Leiter des Eigenbetriebes Straßen beim Kreis Lippe.

In den vergangenen Tagen ist immer wieder der witterungsbedingte Straßenzustand des Detmolder Nordrings in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Landrat Heuwinkel verweist jedoch darauf, dass die einstige Kreisstraße 90 bereits seit dem 1. Januar 2009 keine Kreis-, sondern eine Bundestraße ist. "Für die Unterhaltung ist somit Straßen.NRW in Bielefeld zuständig und nicht mehr der Kreis Lippe", räumt er mit einem Missverständnis auf. Wie der Kreis aus Bielefeld erfahren konnte, sind aber auch für den Nordring in 2010 umfassende bauliche Instandsetzungen geplant.