Energie über alle Grenzen - Kreis Lippe gestaltet
Energiepolitik mit Hochschulen aus Bielefeld, Graz und
Kanuas
Der Kreis Lippe, die private Fachhochschule des
Mittelstands in Bielefeld (FHM), die FH Joanneum (FHJ) im
österreichischen Graz und die Technische Hochschule im
litauischen Kaunas (KTU) haben sich auf eine gemeinsame
Strategie zur Entwicklung eines Energiemanagementsstudiums
geeinigt. Anlass war die Abstimmung der europäischen
Partner an einem internationalen EU-Hochschulprogramm, das
darauf abzielt, mit Methoden des E-Learnings die
Kompetenzen zum Energiemanagement in den zentralasiatischen
Staaten Turkmenistan und Kasachstan zu verbessern. "Jeder
Partner bringt seine speziellen Kompetenzen in das Projekt
mit ein, mit dem die EU die regionale Entwicklung in
Zentralasien unterstützt", berichtet die
Projektkoordinatorin Olga Zubikova.
Unter Koordination der FHM entwickeln die beteiligten
Hochschulen aus Bielefeld, Graz und Kaunas gemeinsame
Vorschläge zur Gestaltung und Implementierung eines
Studienkonzepts für Energiemanagement, die dann auf
die besonderen Belange in Turkmenistan und Kasachstan
abgestimmt werden. "Das von der EU mit insgesamt 760.000
Euro geförderte Projekt soll dabei eine strategische
Verknüpfung zwischen den energiepolitisch wichtigen
Staaten in Zentralasien und ihren europäischen
Partnern herstellen", berichtet Prof. Dr. Christoph Brake,
der wissenschaftliche Projektleiter bei der FHM. Neben dem
grundsätzlichen Gedanken der
Völkerverständigung geht es bei dem Projekt auch
darum, über das Thema eines innovativen
Energiemanagements Europa und Zentralasien in der
wissenschaftlichen Bildung enger miteinander zu
verknüpfen.
In dem jetzigen Treffen in Kaunas haben sich die
europäischen Partner auf eine erste Arbeitsteilung
geeinigt. Während in Kaunas vor allem die dort bereits
praktizierten Methoden des E-Learnings für
Zentralasien angepasst werden, wollen die FHM und die FHJ
das fachliche Know-How im Bereich der Energiewirtschaft als
Basis für ein neues Curriculum liefern. "Als
Alpenregion haben wir in Graz ebenfalls große
Erfahrungen mit Großprojekten zu erneuerbaren
Energien wie Wasserkraft und Biomasse", berichtet
Dipl.-Ing. Johannes Haas von der Grazer FHJ.
Neben den Hochschulen ist der Kreis Lippe als sogenannter
Sozialpartner mit im Boot und bringt seine Erfahrungen zur
Gestaltung kommunaler Energiepolitik mit ein. "Wir hoffen,
mit diesem Projekt zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen
zu können", fasst Kreiswirtschaftsförderer Thomas
Wolf-Hegerbekermeier seine Intention zusammen. "Wir helfen
der EU bei der strategischen Entwicklung und nutzen dieses
Projekt, um konkrete Unternehmenskontakte aus der
Energiebranche in Lippe und in Zentralasien zu vermitteln."
Der nächste Schritt wird die Diskussion der Ergebnisse
aus Kaunas mit den Partnern in Turkmenistan und Kasachstan
sein. "Durch den besonderen Rohstoffreichtum dieser Staaten
ist es schon bemerkenswert, dass wir schon heute mit den
asiatischen Partnern über Energieeinsparung und
Energieeffizienz sprechen können", freut sich Prof.
Dr. Christoph Brake. Die Projektpartner haben nun noch
knapp drei Jahre Zeit, ein Studienprogramm zum
Energiemanagement in Zentralasien auf die Beine zu stellen
und die dafür nötigen internationalen Kontakte
aufzubauen.
Weitere Informationen zu diesem Projekt gibt es bei Olga
Zubikova von der FHM unter (0 52 1) 96 655-270.
Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der
Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung
für den Inhalt dieser Veröffentlichung
(Mitteilung) trägt allein der Verfasser; die
Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der
darin enthaltenen Angaben.
BUZ: Tragen ihre europäische Erfahrungen zum
Energiemanagement für ein neues Studienangebot in
Zentralasien zusammen (von links): Dr. Algirdas Degutis
(KTU Kaunas), Prof. Dr. Christoph Brake (FHM Bielefeld),
Thomas Wolf-Hegerbekermeier (Wirtschaftsförderung
Kreis Lippe), Prof. Dr. Stefan Bieletzke (FHM Bielefeld),
Olga Zubikova (FHM Bielefeld), Gytis Cibulskis (KTU
Kaunas), Dipl.-Ing. Johannes Haas (FH Joanneum, Granz),
Ph.D. Audrius Jonaitis (KTU Kaunas).