Presseinfo Trinkwasserverordnung

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Höchster Schutz für das Trinkwasser - Infoveranstaltung berichtet über neue Verordnung



Trinkwasser genießt den höchstmöglichen Schutz. Doch nun soll die "Erste Verordnung zur Änderung der Trinkwasserverordnung", die zum November 2011 in Kraft tritt, den Verbraucherschutz beim Lebensmittel Nr. 1 noch einmal steigern. Um sich über die neuen Rahmenbedingungen zu informieren, trafen sich kürzlich die lippischen Wasserversorgungsunternehmen und Wasserbeschaffungsverbände in Lemgo.

Rund 40 Wasserversorgungsunternehmen und -verbände waren der Einladung des Kreisgesundheitsamtes und der Stadtwerke Lemgo gefolgt. Denn im Rahmen der gemeinsamen Tagung konnten sie sich direkt bei verschiedenen Experten über die veränderten Sachverhalte informieren: Michael Eich vom Gesundheitsamt des Kreises stellte den Anwesenden die neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen vor: "Durch die Novellierung der Trinkwasserverordnung werden nicht nur Begrifflichkeiten verändert oder Grenzwerte korrigiert. Den gewerblichen und öffentlichen Versorgern werden auch mehr Pflichten auferlegt", erklärte er. "Aber ebenso sind wir als überwachende Gesundheitsbehörde aufgefordert, alle Details zu untersuchen und zu überwachen. Auch wir müssen mehr Aufgaben erfüllen. Doch letztlich dient das Engagement aller dazu, das Trinkwasser als Lebensmittel nachhaltig zu schützen und die Qualität für die Verbraucher jederzeit sicher zu stellen", betonte Eich.

Ganz praxisnah ging es bei der Veranstaltung dann mit den anderen Referenten weiter: So stellte Eckart Flint, Geschäftsführer des Detmolder Unternehmens Flint Bautenschutz, vor, wie sich Trinkwasser-Hochbehälter fachgerecht sanieren und technisch auf den neuesten Stand bringen lassen. Rainer Kryschi, Dozent für Wasserhygiene und Geschäftsführer von Kryschi Wasserhygiene aus Kaarst, zeigte zudem auf, wie sich Rohwasser mithilfe von UV-Geräten so aufbereiten lässt, dass sämtliche mikrobiologischen Anforderungen der Trinkwasserverordnung erfüllt werden. Der Vortrag des Vorsitzenden der Kooperation Landwirtschaft/Wasserwirtschaft, Harald Vetter, rundete die Veranstaltung ab: Er wies unter anderem auf die sehr guten Erfolge der Zusammenarbeit der lippischen Landwirte und der Wasserversorgungsunternehmen hin, die sich gemeinsam für den nachhaltigen Gewässerschutzes stark machen. "Hier in Lippe ziehen wir wirklich optimal an einem Strang", unterstrich Vetter. "Wir übernehmen die Verantwortung dafür, dass Trinkwasser stets in bester Qualität zur Verfügung steht und die nun um weitere Parameter angereicherten, strengen Grenzwerte jederzeit eingehalten werden."

 

BUZ: Informierten das Fachpublikum über neue Richtlinien für den Trinkwasserschutz (von links): Rainer Kryschi, Dr. Renate Stolze (Leiterin Gesundheitsamt), Eckart Flint (Firma Flint Bautenschutz), Michael Eich (Gesundheitsamt) und Harald Vetter (Stadtwerke Lemgo).