Presseinfo U7 Untersuchung

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Früherkennung ist wichtig - Neue "U7a" vielen Eltern nicht bekannt

 

Aktuelle Daten belegen, dass die Teilnahme an den Früherkennungsuntersuchungen im Kindesalter mit den Jahren abnimmt. Um an diese wichtigen Termine zu erinnern, führen der Kreis Lippe und fünf lippische Familienzentren in Kooperation mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) seit September 2009 die Aktion "Ich geh´zur U! Und du?" durch. Mit der bundesweiten Aktion soll die Teilnahme an den Früherkennungsuntersuchungen gesteigert werden, damit Krankheiten rechtzeitig erkannt, behandelt und die gesunde Entwicklung der Kinder gefördert werden können. "Die Aufklärungsaktion läuft sehr gut, allerdings hat sich im bisherigen Projektzeitraum gezeigt, dass vielen Eltern die so genannte 'U7a' nicht kennen", berichtet Nicole Krüger, Projektkoordinatorin beim Kreis Lippe.

Die Untersuchung wurde zum 1. Juli 2008 als Leistung der Gesetzlichen Krankenversicherung eingeführt und schließt somit eine Lücke im bisherigen Programm. Während die U7 zwischen dem 21. bis 24. Lebensmonat und die U8-Untersuchung zwischen dem 46. und 48. Lebensmonat wahrgenommen werden sollte, ist die zusätzliche Untersuchung zwischen dem 34. bis 36. Lebensmonat (Toleranzgrenze vom 33. bis 38. Lebensmonat) angesiedelt. In diesem Alter finden wichtige Entwicklungsprozesse statt. Die Reife des Kindes für den Kindergarten wird in Augenschein genommen und die Eltern entsprechend beraten. Der Arzt überprüft die Entwicklung des Kindes und den allgemeinen Gesundheitszustand, ob z.B. eine Allergie oder auch Übergewicht die Entwicklung hemmen. Bei der eingehenden körperlichen Untersuchung werden unter anderem die Brust-, Bauch- und Geschlechtsorgane kontrolliert sowie das Nervensystem und die Sinnesorgane untersucht. Ebenso wird die motorische Entwicklung, die Beweglichkeit, Körperbeherrschung und Geschicklichkeit begutachtet. Ein besonderes Augenmerk richtet sich darauf, wie gut das Kind hört bzw. sieht und wie es um das Sprechen und Verstehen bestellt ist. Der Impfschutz wird abgefragt und noch ausstehende Impfungen werden gegebenenfalls nachgeholt.

Eltern können mit dem Arzt darüber sprechen, ob ihnen in der Entwicklung oder im Verhalten ihres Kindes etwas Sorgen bereitet oder ob es irgendwelche Probleme gibt, zum Beispiel mit dem Schlafen.

"Die neue U7a und die bei diesem Termin enthaltene Themen sind eine sinnvolle Ergänzung zu den anderen Vorsorgeuntersuchungen für Kinder und runden den Vorsorge-Schutz sinnvoll ab", betont Nicole Krüger.

Weitere Infos gibt es bei ihr unter (0 52 31) 62-429 oder im Internet unter www.ich-geh-zur-u.de.