Presseinfo Umflut

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Kreis bekennt klare Position zur Umflut: Maßnahme ist zwingend erforderlich


Nach der Kritik von sechs SPD-Mitglieder an der Umflut am SchiederSee bezieht der Kreis Lippe noch einmal klare Position zu der Maßnahme: "Die Umflut  ist aus ökologischer und ökonomischer Sicht zwingend erforderlich", betont Landrat Friedel Heuwinkel. "Es gibt keine Alternative , wenn der See erhalten bleiben soll". Eine Verkleinerung der Seefläche durch eine Teilverlandung, wie sie die SPD-Mitglieder vorschlagen, löse die jetzigen Probleme in keiner Weise und entspreche darüber hinaus  nicht den geltenden wasserrechtlichen Anforderungen.

Der Hochwasserschutz für die unterhalb liegenden Städte und Gemeinden sei im gleichen Maße wie bisher sichergestellt. Auch die Finanzierung der Maßnahme sei gesichert. Dennoch weist der Landrat auf Folgendes hin: "Die ständige Kritik an der Umflut hat sicherlich keinen positiven Einfluss auf Investoren und unser Bild bei den zuständigen Ministerien in Düsseldorf, die wir als Fördermittelgeber für unsere Region, und insbesondere für Schieder-Schwalenberg, gewonnen haben".

Die Errichtung einer Umflut am SchiederSee ist das Ergebnis eines Workshopverfahrens an dem neben dem Kreis Lippe und der Stadt Schieder-Schwalenberg insbesondere Bürger sowie die betroffenen Interessengruppen wie Fischerei, Naturschutzverbände und Segelvereine teilgenommen haben. In diesen Workshopverfahren wurden auch andere Lösungen wie der vollständige Rückbau oder der Erhalt der Seefläche in seiner jetzigen Form diskutiert. Die Teilnehmer sprachen sich seinerzeit nahezu einvernehmlich für einen Erhalt des SchiederSees und die Abtrennung der Emmer vom See aus. Aus dieser gemeinschaftlichen Entscheidung resultierte die Erstellung einer Vorstudie und letztendlich die Erstellung einer Genehmigungsplanung für die Umflut. "Wie bei allen Projekten gibt es immer einzelne Personen und Interessengruppen, die nicht mit der Lösung einverstanden sind. Diese haben selbstverständlich das Recht ihre Meinung zu äußern", sagt Landrat Heuwinkel.  "Enttäuschend ist nur, dass einige dieser Personen, die jetzt die Maßnahme immer wieder in Frage stellen, im Workshopverfahren und an maßgeblichen politischen Beschlüssen beteiligt waren." Die Errichtung der Umflut sowie die erforderlichen Arbeitsschritte  wurden insbesondere auch von der Stadt Schieder-Schwalenberg als Gesellschafter der EHZ mehrheitlich beschlossen. Eindeutige politische Beschlüsse hierzu gab es auch in den Jahren 2005 und 2008 im Kreistag.

"Mit der bisherigen Vorgehensweise haben wir einen guten Weg eingeschlagen und eine realistische, durchführbare und für die meisten Betroffenen vertretbare Lösung gefunden. Die Umflut wird den See als Naherholungsgebiet und als touristische Attraktion verbessern und ist eine Bereicherung für Schieder-Schwalenberg und Lippe", hebt Heuwinkel hervor. "Die Umflut ist kein Alleingang des Kreise, sondern basiert auf politischen Entscheidungen aller Gesellschafter der EHZ und einem Planfeststellungsbeschluss aus dem Jahr 2007. Ich würde mich daher sehr darüber freuen, wenn wir nun endlich in Ruhe die Errichtung der Umflut fortsetzen könnten."