Demographiebericht Lippe: Bevölkerungsentwicklung am
Beispiel von drei lippischen Kommunen
Der demographische Wandel bringt in den kommenden Jahren
viele Veränderungen mit sich. Die Menschen werden
älter, die Gesellschaft vielfältiger. Allgemein
nimmt die Bevölkerungszahl ab. Auch der Kreis Lippe
wird nach Vorausberechnungen bis zum Jahr 2020 etwa
fünf Prozent seiner Bevölkerung verlieren. Aber
welche konkreten Auswirkungen werden die
Bevölkerungsentwicklung und die Siedlungsstruktur auf
Lippe und das Leben in Lippe haben? Auf diese und weitere
Fragen geht der Demografiebericht Lippe ein, erarbeitet im
Rahmen des Projektes Lippe 2020 von Vertretern des Kreises,
der Städte und Gemeinden und der Kommunalen
Verkehrsgesellschaft Lippe.
An Beispielen von Ortsteilen aus drei lippischen Kommunen
betrachtet der Bericht sowohl die Auswirkungen des
demographischen Wandels in der jüngeren Vergangenheit
als auch in den kommenden zehn Jahren. Anhand
prognostizierter Sterbe- und Geburtenzahlen ergeben sich
für die untersuchten Ortsteile in Detmold,
Leopoldshöhe und Lügde zum Beispiel folgende
Bevölkerungsbewegungen: Heidenoldendorf wird bis 2020
um 4,4 Prozent und Pivitsheide V.H. mit Nienhagen um 1,7
Prozent wachsen. Leopoldshöhe und Schuckenbaum
verlieren zwei Prozent, während Asemissen und
Bechterdissen 2,1 Prozent gewinnen. Lügde wird bis
2020 etwa 5,2 Prozent der Bevölkerung verlieren,
Rischenau 7,2 Prozent und Elbrinxen 5,1 Prozent. Je nach
Lage im Kreisgebiet zeichnen sich also unterschiedliche
Entwicklungen ab. Aus den verschiedenen Beobachtungen, die
sich über die Bereiche Verkehr und Infrastruktur,
Umwelt, Senioren, Beruf oder Gesundheit erstrecken, kann
der Leser auch für sich selbst und seine
Lebenssituation eine Übertragbarkeit erkennen, die es
ihm ermöglicht, gegebenenfalls eigene
Maßnahmen und Ideen für die Zukunft zu
entwickeln. Praxisbeispiele aus den Themenfeldern
"Zusammenleben der Generationen", "Wohnsituation von
Senioren", "Ehrenamtliche Beteiligung", "Interkommunale
Kooperation" oder "Infrastrukturanpassung"
verdeutlichen, dass einige Kommunen bereits neue Wege
und kostengünstige Lösungen gefunden haben, dem
demographischem Wandel zu begegnen. Das
Nachbarschaftshilfezentrum in Lemgo oder die Senioren-WG in
Augustdorf sind nur zwei Projekte von vielen.
Der Demographiebericht Lippe ist online abrufbar unter www.kreis-lippe.de.
BUZ: Haben den Demographiebericht Lippe erarbeitet (von
links): Jürgen Kohlhagen (Kreis Lippe), Andre
Zumstrull (KVG), Ulrich Oberbracht (Kreis Lippe), Susanne
Knipping (Gemeinde Leopoldshöhe), Heinz Jastrow (Kreis
Lippe), Holger Behnke (Stadt Detmold) und Harald Wagner
(Stadt Blomberg).