Presseinformation Elektrisch bewegt

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"Elektrisch bewegt" im Kurhaus Bad Salzuflen - Neues touristisches Projekt stellt Mobilität und Gesundheit in den Fokus



Der Teutoburger Wald ist gemäß aller Bewertungen und Masterpläne für den Tourismus eine herausragende Region. Dies gewiss aus Gründen der vorhandenen natur- und kultur­touristischen Angebote, allerdings ganz besonders auch aus gesundheitstouristischer Sicht. Allein die hohe Dichte an Kur­orten und die vielfachen gesundheitsorientierten Angebote zeugen von einer herausragenden Stellung im bundesdeut­schen Markt. Genau diese Position zu verstärken, ist das Ziel des touristi­schen Projektes "Elektrisch bewegt. Mobilitätsnetz Gesund­heit", das die Verantwortlichen jetzt im Kurhaus in Bad Salzuflen vorgestellt haben. Von der Bezirksregierung gab es einen Förderbescheid über gut 500.000 Euro.

Das Projekt wurde im landesweiten Wettbewerb "Erlebnis.NRW" durch die Landesregierung ausgezeichnet und wird durch die Europäische Union über das Ziel 2 - Programm, Stärkung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung, geför­dert. Das Projekt wird durch den Kreis Lippe und die Hoch­schule Ostwestfalen-Lippe entwickelt und umgesetzt. Projektzeitraum ist 2011 bis 2014. "Besonders im Hinblick auf die demographische Entwicklung ist das Ziel für die primären Kurtouristen und die Aktivurlau­ber im Teutoburger Wald, nicht nur gesund zu bleiben, es ist mindestens ebenso bedeutungsvoll, mobil zu sein", betonte Landrat Friedel Heuwinkel in seiner Begrüßung. "Viele Gesundheits- und Kurtouristen wünschen sich eine moderne E-mobile Unterstützung, die Verkehrsberuhigung und Mo­bilitätssicherheit berücksichtigt und gleichzeitig die Umwelt schont". Und genau hier setzt "Elektrisch bewegt. Mobilitätsnetz Gesund­heit" an. Projektleiter Dr. Klaus Schafmeister von der Wirtschaftsförderung des Kreises hob die Chancen für den Gesundheits- und Kurtourismus im "Heilgarten Teutoburger Wald" hervor und stellte die Frage: "Wie kann Elektromobilität dazu beitragen, einen Aufenthalt in Heilbädern so angenehm wie möglich zu gestalten?" Das Projekt gibt die Antwort: Mit e-mobilen Fortbewegungsmöglichkeiten kann die Mobilitätskette, z.B. vom Bahnhof bis zur Unterkunft spürbar verbessert werden. "Auch ist der Einsatz für therapeutische Zwecke oder für Ausflugsfahrten innerhalb des Ortes zu Attraktionen denkbar", stellte Prof. Oliver Hall von der Hochschule OWL, Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur einige Beispiele des Konzepts anhand der Kurorte Bad Salzuflen, Bad Meinberg, Bad Driburg, Bad Oeynhausen, Bad Lippspringe sowie Lügde und Schieder-Schwalen­berg mit dem Nachbarkurort Bad Pyrmont vor. Allgemeines Ziel des Projektes ist die optimale Gestaltung der E-Mobilität in Heilbädern als innovatives Element in der gesamten gesundheitstouristischen Produktpalette. "Insbe­sondere Kriterien wie die Luftreinhaltung, Lärmschutzge­bote und Mobilitätshilfen zeigen die Potenziale der Elektromobilität für die Kurorte auf, die hinsichtlich der gesundheitstouristischen Aspekte in diesem Projekt untersucht werden", betonte Dr. Klaus Schafmeister.

Den Ablauf von "Elektrisch bewegt" stellte Reinhard Drees vom Planungsbüro Drees und Huesmann vor, ehe zum Abschluss der Veranstaltung noch einmal die Themenschwerpunkte Gesundheitstourismus, Potentiale der Kurorte sowie Elektromobile in einer Podiumsdiskussion zur Debatte standen.

 

BUZ: Testen schon einmal verschiedene E-Mobile, die künftig in den Kurstädten zum Einsatz kommen könnten (von links): Anke Recklies (Bezirksregierung), Landrat Friedel Heuwinkel, Josef Wegener (Bezirksregierung), Prof. Oliver Hall und Dr. Klaus Schafmeister.