Das Leben ein Stück lebenswerter gestaltet - Landrat
verabschiedet Behindertenbeauftragten Günter
Kessler
Ein großes Dankeschön hat Landrat Friedel
Heuwinkel am Montag während der Kreistagssitzung dem
ehemaligen Behindertenbeauftragten des Kreises Lippe,
Günter Kessler, ausgesprochen: "Lange Zeit haben Sie
sich für die Belange von Menschen mit Behinderungen
eingesetzt", betonte Heuwinkel. "Für viele Lipperinnen
und Lipper haben Sie ein Leben mit Beeinträchtigungen
ein Stück lebenswerter gemacht". Kessler war von
September 2005 bis zum Jahresende 2009 ehrenamtlich
für den Kreis Lippe tätig.
In dieser Zeit war er beratendes Mitglied in vielen Gremien
des Kreises, darunter im Sozial- und Gesundheitsausschuss,
in der Kreispflegekonferenz und in der
Gesundheitskonferenz. Regelmäßig lud er zum
Erfahrungsaustausch mit den Behindertenbeauftragten der
Städte und Gemeinden und setzte sich für
Behindertenvertretungen in allen lippischen Kommunen ein.
Während zu Beginn seiner Amtszeit lediglich vier
Städte und Gemeinden einen Behindertenbeauftragten
oder -beirat stellten, sind es heute 14. Günter
Kessler arbeitete mit vielen Einrichtungen für
Menschen mit Behinderungen, wie z.B. Eben Ezer, die
Lebenshilfe oder dem Lippischen Blindenverein, zusammen und
knüpfte nicht nur damit an seine 20-jährige
Arbeit als Vorsitzender des Behindertenbeirates der Stadt
Detmold an, die er von 1986 bis 2006 ausführte.
Auch für die persönliche Hilfe Einzelner stand er
immer zur Verfügung und hatte stets ein offenes Ohr,
wenn es um die Anliegen und die Gleichberechtigung von
Menschen mit Behinderungen ging. Darüber hinaus gab
Kessler Stellungnahmen zu beabsichtigten
Straßenbaumaßnahmen ab und trug somit dazu bei,
dass sich auch seh- oder gehbehinderte Personen im
Straßenverkehr zurechtfinden können. Günter
Kessler wünscht sich, dass Menschen mit Behinderungen
überall dort am gesellschaftlichen Leben teilnehmen
können, wo es nichtbehinderte Menschen auch
können. Zu beginn seiner Amtszeit betonte er: "Unter
dem Stichwort 'Barrierefreiheit' verstehe ich nicht nur die
behindertengerechte Ausgestaltung baulicher Anlagen,
sondern auch den Abbau von Mauern in den Köpfen der
Menschen". Dieses Ziel hat er in den vergangen Jahren in
Lippe ein gutes Stück voran gebracht.
Neuer Behindertenbeauftragter des Kreises Lippe ist
Bruno-Friedrich Podewils aus Lemgo. Zu seinem
Stellvertreter bestellt wurde Ernst-Helmut Stöbis aus
Dörentrup. Beide stehen im gesamten Kreis Lippe als
Ansprechpartner für Menschen mit Behinderungen und
deren Anliegen zur Verfügung.
BUZ: Das Leben lebenswerter gestalten: Landrat Friedel
Heuwinkel dankte Günter Kessler für seine
Tätigkeit als Behindertenbeauftragter des Kreises
Lippe.