Schulen der Zukunft

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Projekt:

Schulen der Zukunft

Der Kreis Lippe ist Träger von vier Berufskollegs, einer Gesamtschule, sechs Förderschulen und einer Schule für Kranke mit rd. 11.500 Schülerinnen und Schülern. Auf der Grundlage von Expertengesprächen hat der Eigenbetrieb Schulen Ende 2007 den Bericht " Bildung schafft Zukunft" zur Entwicklung der kreiseigenen Schulen vorgelegt.

Die Handlungsvorschläge im Bericht orientieren sich dabei an der Erkenntnis, dass die traditionelle Schulentwicklungsplanung mit ihrer Aufteilung in innere (Aufgabe des Landes) und äußere (Aufgabe der Kommunen) Schulangelegenheiten nicht mehr der Komplexität der Entwicklungen gerecht wird. Vielmehr ist Schule als Ganzes zu planen und zu gestalten. Insoweit schlägt der Bericht u.a. Folgendes vor:
  • Entwicklungsplanung "Schulen der Zukunft"
  • Zusammenführung der Schulenwicklungs- und der Jugendhilfeplanung mit dem Ziel, auf kommunaler Ebene die Bereiche  Bildung, Erziehung und Betreuung zu  einem System der integrierten Gesamtverantwortung weiterzuentwickeln.
  • Weiterentwicklung der Schulentwicklungsplanung in Lippe im Rahmen des  regionalen Bildungsmanagements unter den Aspekten Qualität, Flexibilität, Prozessorientierung und Vernetzung gemeinsam mit der Schulaufsicht und den kommunalen Schulträgern.
  • Unterstützung der Schulen bei der Erfüllung ihrer Bildungsaufträge durch den Kreis Lippe im Sinne einer erweiterten Schulträgerschaft.

Im Rahmen der Umsetzung wurden folgende Projekte begonnen bzw. umgesetzt:

  • Für die Fürstin-Pauline-Schule wurde bereits im Jahr 2008 ein gebundener Ganztag beschlossen (Vorlage 114/2008), der vom Ministeriums für Schule und Weiterbildung jedoch inzwischen abgelehnt wurde.
  • Gemeinsam mit den Städten Blomberg, Lügde und Schieder-Schwalenberg wurde im Oktober 2008 der Schulverband Pestalozzi-Schule (Förderschule für Förderschwerpunkte Lernen und Sprache in Blomberg) gegründet.
  • Der Entwicklungsfonds "Schulen der Zukunft" wurde im Jahr 2009 eingerichtet, um daraus besondere Projekte im Rahmen der Schulentwicklung zu fördern.
  • Gemeinsam mit der Stadt Bad Salzuflen im Oktober 2009 wurde ein Antrag für das Kompetenzzentrum für sonderpädagogische Förderung (KsF) Lippe-West gestellt.
  • Für die Astrid-Lindgren-Schule wurde zu diesem Zeitpunkt ebenfalls ein Antrag für ein KsF gestellt (Schwerpunkt: Geistige Entwicklung). Im Hinblick auf weitere mögliche KsF werden derzeit Gespräche geführt.
  • Entwicklung "Berufskollegs der Zukunft"

Diese Anfang 2008 gestartete SEP für die BK ist bundesweit einmalig. Sie ist auf Bildungsqualität ausgerichtet und gekennzeichnet durch eine breite Partizipation aller Lehrkräfte, Schüler/innen und Betriebe. Ziel ist eine Entwicklung von innen heraus, aufbauend auf den vorhandenen Potentialen und Kompetenzen. Die als Change-Management-Prozess gestaltete Entwicklung wird wissenschaftlich begleitet durch Prof. Dr. Ralf Tenberg vom Institut für Berufspädagogik der Leibniz Universität Hannover.

  • Die 1. Projektphase wurde mit der Erstellung von Schulberichten und des integrativen Leitbilds Ende 2008 abgeschlossen.
  • Derzeit läuft noch bis Jahresende 2009 die 2. Phase, in der insbesondere abteilungs- bzw. bildungsgangbezogene  Entwicklungspläne erarbeitet werden.
  • Anschließen soll sich in einer 3. Phase bis längstens 30.09.2010 eine mit allen Beteiligten abgestimmte Profilbildung an den Berufskollegs, die auch die Planung und den Aufbau eines schulinternen mittleren Managements umfassen soll.
  • Die Ergebnisse der Projektarbeit und die daraus abzuleitenden Umsetzungsmaßnahmen werden dann in einer Vorlage dem Kreistag zur Beschlussfassung vorgelegt werden.

Weitere Projekte im Rahmen der Schulentwicklung:

  • Bildungsmeile Lüttfeld (Lemgo)

Im Bereich des Lemgoer Lüttfeldes sind mit dem Lüttfeld-Berufskolleg, dem Hanse-Berufskolleg und dem Handwerksbildungszentrum in Lemgo vielfältige räumliche, sächliche und personelle Kapazitäten vorhanden. Um diese möglichst optimal zu nutzen ist eine campusartige Erschließung und Vernetzung der Einrichtungen zu einer "Bildungsmeile Lüttfeld" geplant.

Folgende Projekte wurden bereits durchgeführt bzw. sind vorgesehen:

  • Abschluss von Kooperationsvereinbarungen der Berufskollegs und des Eigenbetriebs Schulen des Kreises Lippe u. a. mit der Hochschule OWL, der Handwerkskammer OWL, der Kreishandwerkerschaft Lippe, der Lippe Bildung eG etc.
  • Ansiedlung der Lippe Bildung eG und einer Nebenstelle des fhm-iml am Standort Lüttfeld
  • Gründung des Kunststoffinstituts durch die Lippe Bildung eG
  • Förderung des Kunststoffinstituts durch das Land i.H.v. über 1 Mio. € bei einem (Investitionsvolumen rd. 1,2 Mio. €)
  • Förderung des Kunststoffbereiches des Lüttfeld-Berufskollegs i.H.v. 80 T€ (Investitionsvolumen rd. 200 T€)
  • Planung und Bau einer Maschinenhalle für das Lüttfeld-Berufskolleg in 2009 (im Rahmen des Konjunkturpakets II - Vorlage 27.1/2009, Investitionsvolumen rd. 1 Mio. €)
  • Vorbereitung eines städtebaulichen Ideenwettbewerbs zur campusartigen Erschließung (Ziel: Optimierung der Wegeverbindung Bahnhaltepunkt - Lipperlandhalle)
  • Einrichtung neuer Bildungsgänge an den Berufskollegs (mit Berufsschulabschluss bzw. Zusatzqualifikation)
Im  Rahmen des Projektes "Jugend braucht Zukunft" wurden u. a. seit dem Schuljahr 2005/06
  • 15 neue Bildungsgänge eingerichtet (davon 8 doppelqualifizierend mit Berufsabschluss nach Landesrecht)
  • die BKAZVO umgesetzt
  • 11 Assistentenbildungsgänge mit der Möglichkeit der Kammerprüfung sowie
  • 11 Vollzeitschulische Bildungsgänge in anerkannten Ausbildungsberufen eingerichtet.

Weitere Informationen

Zuständiger Bereich

Eigenbetrieb Schulen