Projekt:
Bündelung gesundheitlicher Versorgungssysteme mit
Kreisbeteiligung
Der demografische Wandel und allgemeine Finanzierungsfragen
stellen das Gesundheitssystem auch in Lippe vor große
Herausforderungen.
Ein möglicher Lösungsansatz besteht in der
Gründung einer "Gesundheitsholding Lippe". Damit
erfolgt eine einheitliche operative Steuerung aller
Beteiligungen im Gesundheitsbereich durch die
Geschäftsführung und eine einheitliche
strategische Steuerung (inkl. Controlling) durch den Kreis.
Zusätzlich zu den bestehenden Finanzierungen wird eine
"Gesundheitsstiftung für Lippe" gegründet. Diese
soll zunächst Beiträge für die
Ausfinanzierung der demnächst zu errichtenden Kinder-
und Geburtsklinik am Standort Detmold, aber auch andere
Förderungen im Gesundheitsbereich leisten. Da sie
gemeinnützig ist und Zuwendungen in hohem Maße
steuerbegünstigt sind, sollte sie auch vermehrt
privates Kapital akquirieren können, wie Erfahrungen
aus vergleichbaren Initiativen zeigen.
Die Rechtslage ist jedoch sowohl steuerrechtlich als auch
kommunalwirtschaftlich aufgrund teilweise
widersprüchlicher gesetzlicher Vorgaben in
Kommunalrecht und Steuerrecht nicht unproblematisch und
wird derzeit sehr intensiv mit externer juristischer,
betriebswirtschaftlicher und steuerrechtlicher Beratung
weiter verfolgt.
Im Rahmen der Analyse und zukunftsorientierten
Neuausrichtung der Versorgungssysteme wurden die
Jugendeinrichtungen des Kreises Lippe aus dem Eigenbetrieb
"Jugend- und Senioreneinrichtungen des Kreises Lippe"
herausgelöst und zum 01.01.2009 organisatorisch dem
Eigenbetrieb Schulen zugeordnet.
Im Vorgriff auf diese Änderung wurde im Jahr 2008 ein
Strategiekonzept entwickelt, das nun sukzessive umgesetzt
wird. Dies betrifft insbesondere Überlegungen zum
Marketing (neue Dachmarke mit Aktualisierung des
Internetauftritts unter www.inselquartiere.de),
aber auch zur Wirtschaftlichkeit und Umsetzung des
Bauprogramms unter Berücksichtigung des
Konjunkturpaketes II.