Breitbandversorgung

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Projekt:
Breitbandausbau in Lippe  

Dem Kreis Lippe sind aus den Mitteln des Konjunkturpaketes II insgesamt 8.3 Mio. Euro zur Verfügung gestellt worden. Der Kreistag hat sehr frühzeitig - im März - über die Verwendung dieser Mittel entschieden. Ein Teilbetrag von 1 Mio. Euro wurde der Verbesserung der teils äußerst dürftigen Breitbandversorgung in Lippe gewidmet. Daraufhin war festzulegen, wo mit diesen Mitteln der größte Nutzen erzielt werden konnte, d.h., es hatte eine Priorisierung der zahlreichen bekannten Versorgungslücken zu erfolgen. Denn mit dem Betrag konnten nur einige Lücken geschlossen werden.  

Priorisierungskriterien waren u.a. die demografische Situation, ein ggf. von der Telekom auch ohne Zuschuss vorgesehener Ausbau, eine (erhoffte) Initialwirkung auf benachbarte Ortsteile, die Menge der erreichten Privat- und Geschäftskunden und natürlich die Höhe des erforderlichen Zuschusses.
Nach erfolgter Festlegung einer Prioritätenliste in Zusammenarbeit mit allen Städten und Gemeinden wurde die Versorgung der einzelnen Ortsteile ausgeschrieben. 9 Anbieter haben reagiert und es waren verschiedene Techniken zu beurteilen. Der Zielsetzung des Konjunkturpaketes folgend entschied sich der Kreis Lippe für die nachhaltigste Lösung, dies ist die Glasfasertechnologie. Hierfür gab es nur noch zwei Anbieter, welche in der Lage waren, das Gesamtprojekt auszuführen. Das günstigere Angebot kam von der Telekom. Der Kreis wird der Telekom einen verlorenen Ausbaukostenzuschuss gewähren, welcher die prognostizierte Wirtschaftlichkeitslücke abdeckt. Wirtschaftlichkeitslücken ergeben sich regelmäßig dort, wo im ländlichen Raum große Entfernungen überbrückt werden müssen und demgegenüber ein vergleichsweise geringes Kundenpotential vorhanden ist.

Die feierliche Vertragsunterzeichnung zwischen Kreis und Telekom erfolgte am 3. November 2009 in Eschenbruch. Demnach werden folgende Ortsteile innerhalb der nachfolgenden 18 Monate angeschlossen:

  • Alverdissen
  • Silixen
  • Bentrup
  • Loßbruch
  • Lockhausen
  • Leopoldstal
  • Lieme
  • Humfeld
  • Eschenbruch.  

Die Versorgung dieser Orte geschieht nach dem Vertrag über Glasfaserkabel, wobei aber immer noch eine Strecke über die "alten" Telefonkabel läuft, nämlich das letzte Stück vom "Dorfverteiler" hin zum Endkunden.  Trotzdem wurde dem Kunden damit schon ein erhebliches Stück näher gekommen, was dieser mit Übertragungsgeschwindigkeiten zwischen 16MB/s in der unmittelbaren Umgebung des Verteilers bis zu 1MB/s in einer Entfernung zwischen 4 und 5 km davon bemerken wird.
In späteren Jahren können dann die Glaskabel vom Verteilerschrank bis in die einzelnen Straßen geführt werden.

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