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Energiepass


Für Neubauten ist der Energieausweis schon seit Jahren verpflichtend. Für bestehende Gebäude oder Wohnungen wird der Energieausweis schrittweise ab dem 1. Juli 2008 zur Pflicht, aber erst dann, wenn sie neu vermietet, verpachtet oder verkauft werden. Wird ein Gebäude bzw. eine Wohnung nicht neu vermietet oder verkauft, besteht auch keine Pflicht, einen Energieausweis auszustellen.

Die Verpflichtung gilt unmittelbar aus der Verordnung (§ 26). Der Bauherr ist verant­wortlich dafür, dass die Anforderungen der EnEV eingehalten werden. Es ist kein behördliches Verfahren zur Umsetzung vorgesehen. Allerdings enthält die EnEV Buß­geldvorschriften. Danach handelt ordnungswidrig, wer den Energieausweis bei Verkauf, Leasing oder Neuvermietung potentiellen Käufern oder Mietern nicht zugänglich macht.

Energieausweise gelten in der Regel zehn Jahre ab Ausstellungsdatum.

Der Energieausweis bewertet die energetische Qualität von Gebäuden und macht den Energieverbrauch eines Gebäudes transparent. Gebäude und Wohnungen mit einem ho­hen Energiebedarf lassen sich möglicherweise schlechter vermieten oder verkaufen. Mit der Einführung des Energieausweises wird ein zusätzlicher Schub für die Sanierung und Modernisierung des Gebäudebestandes erwartet. Zwar ersetzen Energieausweise keine Energieberatung, können allerdings möglicherweise Auslöser für Beratung und energeti­sche Sanierung sein.

Ausstellungsberechtigt sind laut Energiesparverordnung nur Fachkräfte mit besonderer Aus- und/oder Weiterbildung sowie Berufspraxis (meist Ingenieure, Architekten oder Handwerker). Die EnEV gibt (in § 21) eine genaue und abschließende Aufzählung der Voraussetzungen. Da es kein amtliches Zertifikat der Zulassung gibt, muss sich der Auftraggeber auf die Aus­sage des Ausstellers verlassen. 


Wer stellt Energieausweise aus?

Eine vollständige Liste der zugelassenen Aussteller gibt es nicht. Bei der Internetsuche findet man sowohl Portale mit Ausstellerübersichten als auch Einzelaussteller.


Welche Kosten entstehen?

Bezüglich der Kosten für die Erstellung eines Energieausweises gibt es keine staatlichen Vorgaben. Der Preis ist zwischen Aussteller und Auftraggeber frei zu verhandeln und richtet sich nach der Art des Ausweises, Gebäudetyp und Größe des Gebäudes. 
Der Preis eines Bedarfsausweises für ein Zweifamilienhaus bewegt sich in einer Größenordnung von 250-300 €. Eine Energieberatung ist in der Erstellung des Energieausweises nicht inbegriffen.