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Werkstattjahr

Leistungsbeschreibung

Werkstattjahr NRW

Hintergrund:

Viele Jugendliche finden nicht direkt im Anschluss an die Schule eine Ausbildung oder eine Beschäftigung. Oft haben diese Jugendlichen noch nicht die nötige fachliche oder persönliche Kompetenz erworben, um eine Ausbildung zu absolvieren.

Hier setzt das Werkstattjahr an: neben dem zweitägigen Unterricht an den Berufskollegs werden den Jugendlichen in anerkannten Ausbildungszentren Grundfertigkeiten ihres Wunschberufes vermittelt. In dem integrierten Betriebspraktikum können die Jugendlichen den betrieblichen Alltag kennenlernen und ihre neu erworbenen Fähigkeiten erproben.

Durch diese Kombination von Schule und Praxis werden die Chancen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf einen Ausbildungsplatz oder eine Beschäftigung deutlich verbessert.

Ziele:

Der Westdeutsche Handwerkskammertag hat für das Programm die Aufgabe übernommen, die beteiligten Bildungseinrichtungen bei der Durchführung des Werkstattjahres NRW zu unterstützen.

Unser Ziel ist, den Maßnahmeträgern alle notwendigen Informationen und Materialien zur Verfügung zu stellen, sie bei auftretenden Problemen zu beraten und bei der Durchführung des Programms durch Tipps und Erfahrungen zu unterstützen.

Zudem leiten wir die Erfahrungen, die Anregungen und Verbesserungsvorschläge von den Bildungseinrichtungen gebündelt an die zuständigen Ministerien weiter, um eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Programms zu fördern.

Wer kann mitmachen?

Das Werkstattjahr  richtet sich an berufsschulpflichtige Jugendliche, die an zwei Tagen pro Woche an einem Berufskolleg eine Klasse für Schülerinnen und Schüler ohne Ausbildungsverhältnis besuchen. Mitmachen kann, wer keinen Ausbildungsplatz gefunden hat und an keiner berufsvorbereitenden Maßnahme der Arbeitsverwaltung oder einem betrieblichen Praktikum teilnimmt.

Die Jugendlichen sollen sich während des Programms weiter bewerben. Wenn sie einen Platz gefunden haben, können sie sofort in eine Ausbildung, auf einen betrieblichen Arbeitsplatz, in berufsvorbereitende Maßnahmen der Arbeitsverwaltung oder ein betriebliches Langzeitpraktikum wechseln.

Zielgruppe sind Jugendliche, die maximal den Hauptschulabschluss nach Klasse 9 haben, in Ausnahmefällen auch den Hauptschulabschluss nach Klasse 10.

Ablauf:

Das Werkstattjahr beginnt am 1. August 2013. Die Teilnahme ist freiwillig.

Das Werkstattjahr bietet nordrhein-westfälischen Jugendlichen viel praktisches Lernen und läuft im Regelfall nach folgendem Wochenplan ab:

  1. An zwei Tagen pro Woche besuchen die Jugendlichen das Berufskolleg und verbessern Grundfertigkeiten wie Lesen, Schreiben, Rechnen und bekommen erste theoretische Einblicke in das von ihnen ausgewählte Berufsfeld.
  2. Wöchentlich drei Tage verbringen die Jugendlichen in einer Ausbildungswerkstatt, lernen und arbeiten unter Anleitung von erfahrenen Ausbildern. Die Leistungen werden von den Bildungseinrichtungen bescheinigt.
  3. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen möglichst anerkannte Qualifizierungsbausteine erwerben, deren Inhalte aus bestehenden Ausbildungsberufen entwickelt werden. Dabei kann es sich beispielsweise um handwerkliche Berufe, Berufe aus dem Dienstleistungsgewerbe oder um Altenpflege handeln.
  4. Vorgesehen ist auch ein mehrwöchiges Betriebspraktikum. Hier lernen die Jugendlichen den Berufsalltag besser kennen und können Kontakte knüpfen, die ihnen beim Einstieg in eine Ausbildung oder in ein Arbeitsverhältnis nützlich sind.
    Dort erproben sie die erlernten Grundfertigkeiten und können sich im Arbeitsalltag bewähren. Zudem sehen die Jugendlichen, welche Anforderungen an sie gestellt werden, wie in der Praxis gearbeitet wird und was für eine Ausbildung in dem Wunschberuf nötig ist.

 Was bekommt man?

Um Kosten – etwa für Fahrkarten oder Arbeitskleidung – zu decken, erhalten die Jugendlichen eine monatliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 120 Euro.

Als Nachweis ihrer Leistungen bekommen die Jugendliche ein Zeugnis des Berufskollegs und verschiedene Zertifikate, die Auskunft über ihre Qualifizierung geben. Alle Dokumente werden in der Jobmappe NRW gesammelt.

Wie kann man teilnehmen?

Voraussetzung für eine Teilnahme am Werkstattjahr ist ein persönliches Beratungsgespräch bei der örtlichen Arbeitsagentur. Interessierte Jugendliche sollten deshalb rechtzeitig einen Termin bei der für sie zuständigen Berufsberatung vereinbaren.

Im persönlichen Gespräch wird geklärt, ob das Werkstattjahr wirklich das richtige Angebot ist. Sollte das der Fall sein, können sich die Jugendlichen anschließend bei einer der beteiligten Bildungseinrichtungen melden. Auch die Berufswahlkoordinatoren an den jeweiligen Schulen sind gute Ansprechpartner bei Interesse am Werkstattjahr.

teilnehmende Einrichtungen

weitere Infos:

 

Gebühren

keine

Benötigte Unterlagen

auf Anfrage

Links zu weitergehenden (Fach-)informationen / Formularen / Broschüren