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Hochschulzugangsberechtigung für Ausländer/ Zulassung zum Studium

Leistungsbeschreibung

Die Kultusministerien in Deutschland haben für die Hochschulen in Deutschland ein offizielles Bewertungssystem entwickelt, genannt anabin, das für jedes Land festlegt, welche Art der Vorbildung als dem deutschen Abitur gleichwertig gilt und damit zum Zugang an eine deutsche Hochschule berechtigt. Man nennt das eine Hochschulzugangsberechtigung (HZB).

Bei bestimmten Herkunftsländern muss zusätzlich zum Sekundarschulabschluss eine Hochschulaufnahmeprüfung, bestimmte Studienzeiten oder sogar ein Studienabschuss absolviert sein, damit man in Deutschland studieren darf. Selbst dann ist es möglich, dass man nur in der Fachrichtung studieren darf, in der man bereits im Heimatland ausgebildet wurde. Man nennt das „fachgebundene Hochschulzugangsberechtigung”.

Wenn man alle Fächer studieren darf, hat man eine „allgemeine Hochschulzugangsberechtigung”. Es wird auch unterschieden, ob man an allen Hochschularten (Fachhochschulen und Universitäten) oder nur an Fachhochschulen studieren darf. Je nach Vorbildung und Herkunftsland muss erst die Feststellungsprüfung (Abschlussprüfung des Studienkollegs) absolviert werden. Erst dann kann man sich zum Studium bewerben – und zwar nur in der Fachrichtung der Feststellungsprüfung. 

Infos:

1. Welche Länder mit welchen Zeugnissen führen zu welcher Hochschulzugangsberechtigung: http://www.uni-assist.de/zulassungsvoraussetzungen/

2. Informationsportal zur Anerkennung ausländischer Zeugnisse: http://anabin.kmk.org/

Anerkennungen:

Die Zuständigkeiten nach Anerkennungen können nach beruflichen zeugnissen/Beruf geregelt sein, aber generll gilt das Wohnortprinzip. Informationen zu bestimmten Anerkennungsstellen z.B. für bstimmte Berufe oder Abschlüsse erhalten Sie bei Behörden des Wohnortes. Infos: http://anabin.kmk.org/no_cache/filter/anerkennungs-und-beratungsstellen-in-deutschland.html 

Generell ist für Anerkennungen in NRW die Bezirsregierung Düsseldorf/Dezernat 48 zuständig: http://www.brd.nrw.de/schule/schulrecht_schulverwaltung/Zeugnisanerkennung.html

Bezirksregierung Düsseldorf
Dezernat 48
- Zeugnisanerkennungsstelle -
Postfach 30 08 65
40408 Düsseldorf

 

Gebühren

Für das Anerkennungsverfahren werden keine Gebühren erhoben; die Zeugnisanerkennung erfolgt kostenlos.

Sämtliche Auslagen und Aufwendungen, die einem Antragsteller z. B. für die Ausstellung von Zeugnissen, Anfertigung von Kopien, weiteren Bescheinigungen, amtlichen Beglaubigungen, für vorzulegende Übersetzungen oder als Fahrtkosten entstehen können, sind von ihm selbst zu tragen.

Die Vorlage der geforderten Dokumente gehört ebenso wie die Erteilung von Auskünften zu den Mitwirkungspflichten des Antragstellers im Verfahren und ist grundsätzlich auf seine eigenen Kosten zu erfüllen.

Benötigte Unterlagen

Wenn Sie einen Antrag auf Anerkennung der Gleichwertigkeit ausländischer Vorbildungsnachweise mit der deutschen Hochschulreife (oder der Fachhochschulreife) stellen möchten, reichen Sie hierzu bitte folgende Unterlagen ein:

1. Schriftlicher Antrag auf Anerkennung der Hochschulreife. Ein Antrag genügt: Die Anerkennung wird nicht auf den bevorzugten Studienwunsch eingeschränkt!

2. Bei ‚Numerus clausus’ oder einer Zulassungsbeschränkung im gewünschten Studienfach: Antrag auf Festsetzung einer Gesamtnote für die Aufnahme eines Studiums in Deutschland* (vorzugsweise direkt in unserem Antragsformular; Nachweis z. B. durch Ausdruck des angestrebten Studienganges von der Internetseite der Hochschule, aus dem die Zulassungsbeschränkung hervor geht)

3. tabellarischer Bildungslebenslauf (nur folgende Angaben sind nötig: alle Bildungsstationen von Schule, Ausbildung und Studium mit Jahresangaben, Ort und Namen der besuchten Einrichtungen)

4. einfache Kopie des Personalausweises (Vorder- und Rückseite) oder Passes

5. Bei Namensabweichung zwischen heutigem Namen und Namen im Zeugnis: amtlich beglaubigte Kopie eines Namensänderungsnachweises* (z. B. Heiratsurkunde, Passeintrag)

6. Bei Wechsel des Schulsystems zwischen den Staaten: amtlich beglaubigte Kopie des Zeugnisses über einen mittleren Bildungsabschluss* (Klasse 10) oder gegebenenfalls des letzten deutschen Schulzeugnisses

7. amtlich beglaubigte Kopien der Bildungsnachweise (und ggf. Übersetzungen):

a) ausländisches Reifezeugnis

b) ausländische Hochschulaufnahmeprüfung* (sofern sie abgelegt wurde)

c) Fächer- und Notenübersicht des bisherigen Hochschulstudiums* im Ausland (Wir benötigen die komplette Adresse der Hochschule! Sie können Ihrem Antrag auch einen Ausdruck der Hochschule aus der Datenbank ANABIN beifügen; siehe hierzu Punkt „Anerkennungskritierien“).

d) Abschlussurkunde* des ausländischen Studienganges

(*soweit zutreffend)

Wenn Sie bereits eine Anerkennung in einem anderen Bundesland erhalten haben, dann fügen Sie dem Antrag eine einfache Kopie dieser Bescheinigung bei.

Durchschnittliche Bearbeitungszeit / Fristen / weiterer Ablauf

Es ist bekannt, dass die meisten Anerkennungen der Vorlage bei Hochschulen, Ausbildungsstätten und Arbeitgebern dienen und dort üblicherweise  Bewerbungsfristen bestehen. Dennoch wird gebeten, von Anfragen zum Bearbeitungsstand in den ersten vier Wochen nach Antragstellung möglichst abzusehen, da jede Anfrage zum Sachstand die eigentliche Antragsbearbeitung verzögert.

Sie können zur Verkürzung der Bearbeitungszeit beitragen, indem Sie die genannten Unterlagen vollständig einreichen und unser Antragsformular verwenden sowie eine regelmäßig genutzte E-Mail-Adresse zur Kontaktaufnahme angeben!

Die Bearbeitung der Anträge auf Anerkennung erfolgt grundsätzlich so schnell wie möglich. Vollständig eingereichte Anträge können je nach Arbeitssituation eine kürzere oder längere Bearbeitungszeit als drei Wochen erfordern. Die Anträge werden chronologisch bearbeitet. Werden uns Nachweise für einen besonderen Termindruck (über die bekannten Bewerbungsfristen der Hochschulen hinaus) vorgelegt, so bemühen wir uns um eine termingerechte Bearbeitung.

In Einzelfällen, insbesondere bei gutachtlichen Anfragen ins Ausland, kann die Bearbeitung auch mehrere Monate in Anspruch nehmen. Nachfragen beschleunigen die Bearbeitung in solchen Fällen erfahrungsgemäß nicht.